Meine Arbeit ist eine Augmented-Reality-Auseinandersetzung mit Kindheitsirrtümern – jenen fantasievollen Deutungen, mit denen Kinder sich die Welt erklären. So glaubte meine Oma als Kind beispielsweise, der Mond schreite auf langen Beinen am Horizont entlang.
Für die insgesamt fünf AR-Erfahrungen habe ich Poster gestaltet, die über QR-Codes und Image-Tracking gescannt werden können und digitale Ebenen freilegen. In ihnen werden Kindheitsirrtümer durch 3D-Modelle und Animationen genau so erfahrbar, wie sie einst in der kindlichen Vorstellung existierten.
Ergänzt wird das Projekt durch ein Begleitbuch, das weitere Kindheitsirrtümer sammelt und ihren wahrnehmungspsychologischen Hintergrund beleuchtet. Ziel der Arbeit ist es, an die rosarote Brille der Kindheit zu erinnern – als Gegenentwurf zu einer Welt, die zunehmend aus den Fugen zu geraten scheint.