»Yvonne schweigt – eine performative Rauminstallation«

Die Studierenden des dritten Semesters Szenografie und Kostüm haben im Wintersemester 2024/25 Entwürfe für das 1935 entstandene Theaterstück Yvonne, die Burgunderprinzessin des polnischen Autors Witold Gombrowicz erarbeitet und in der neuen Seilbahnhalle in der Lissabonner Allee 1 Ende Januar aufgeführt.

Acht Szenografie-Studierende entwickelten jeweils ein eigenes Konzept für eine Inszenierung und setzten dieses im Modell um. Elf Kostümstudierende entwarfen jeweils eine Figur aus dem Stück und gestalteten daraus ein individuelles Kostüm.

Der Aufbau

Im Rahmen der performativen Rauminstallation Yvonne schweigt entfaltete sich ein eigener szenografischer Raum. Jede Studierende nahm ein zentrales Element, eine Aussage oder ein Substrat ihres Entwurfs und baute es in Originalgröße nach. Es ging dabei darum, jenes Detail zu wählen, das das jeweilige Konzept am prägnantesten repräsentiert – Wandelemente, Materialien, Sound, Licht, Konstruktionen oder Arrangements. In diesem Raum zeigten die Kostümstudierenden ihre 1:1-Figur-Entwürfe: fünf Königinnen, ein Prinz, zwei Könige und drei Yvonnes wurden so als begehbare, erlebbare Figuren lebendig.

Bei den Darstellenden handelte es sich um Schauspielstudierende und ausgewählte Freund*innen, die für die Performance kostümiert, geschminkt und inszeniert wurden. Dem Publikum eröffneten sich Bilder, Schlaglichter, Gänge, Textzitate und musikalische Anmutungen aus dem Kosmos der Gombrowicz-Welt.

Ebenfalls an der Rauminstallation beteiligt waren Mediendesign- und Fotostudierende. Die neue Seilbahnhalle ermöglichte erstmals eine theatralische Umsetzung in einem längeren, intensiven Arbeitsprozess. Die Werkstätten der Fakultät III sowie die Medienwerkstatt unterstützten die Umsetzung in Bezug auf Konstruktion, Licht und Ton.

Fotos: Tim Kirchhof