Inspiriert von Ray Bradburys Fahrenheit 451 reflektiert das Projekt eine Gesellschaft, in der Individualität und kritisches Denken durch Konsum und Unterhaltung verdrängt werden. Im Zentrum stehen Mildred, Clarisse und Guy Montag. Clarisse erscheint dabei nicht als reale Figur, sondern als Projektion von Montags verdrängter Sehnsucht nach Tiefe und Aufbruch. Die dreigeteilten Videoarbeiten isolieren die Gefühlswelten der Figuren und verknüpfen sie zugleich visuell. Ästhetisch verbindet das Konzept Elemente der 1960er Jahre mit der grellen Überreizung heutiger Medienrealität – geprägt von Kunststoffen, künstlichem Licht und unnatürlichen Farbpaletten. Im Fokus steht eine feministische Lesart des Romans: Die weiblichen Figuren werden als emotionale und symbolische Trägerinnen des Widerstands neu interpretiert. Das Projekt ist ein Spiegel der Gegenwart – und ein Plädoyer für kulturelles Erwachen.
„formatc:\mensch“
Silvana Crema
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Hannah Aders
Studiengang: Bachelor Stenografie – Kostüm – Experimentelle Gestaltung
Schwerpunkt: Kostüm
Erstprüfer: Prof. Heidemaria Kastler
Zweitprüfer: Prof. Johanna Pfau Prof
Fotograf: Thomas Rösing, Viktoriya Zayika