Lena Stühmeier

„Warum er gefragt hat, was gestern Abend war“

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In einer Welt, in der Bücher verbrannt werden und die Menschen emotional abstumpfen, lebt Mildred Montag in einer Scheinwelt aus Bildschirmen, Beruhigungstabletten und perfekt inszenierter Oberflächlichkeit. Bloß nicht zu viel fühlen. Nicht anecken. Ein Gespräch über das Fernsehprogramm reicht doch, wenn man sich sonst nichts zu sagen hat. Während ihr Ehemann Guy beginnt, das System zu hinterfragen, klammert sich Mildred verzweifelt an die Illusion einer heilen Welt. Sie bleibt in ihrer sicheren Wohnung, abgeschirmt von der Außenwelt – und vor der Erkenntnis, dass sie nicht glücklich ist. Dieser Bühnenentwurf zum dystopischen Roman Fahrenheit 451 von Ray Bradbury beschäftigt sich mit der Frage, was uns bleibt, wenn die Menschen um uns herum nur noch leere Hüllen sind. Ein beklemmender Blick durch die Augen einer Frau, der es nicht gelingt, Mensch zu werden.

Lena Stühmeier


Studiengang: Bachelor Stenografie – Kostüm – Experimentelle Gestaltung
Schwerpunkt: Szenografie

Erstprüfer: Prof. Bettina Meyer
Zweitprüfer: Prof. Hans-Jörg Kapp