Internationalisierung - Für Lehrende und Mitarbeitende der Fakultät

Vielfältige Möglichkeiten der Internationalisierung

Die zunehmende Globalisierung stellt Hochschulen vor die Aufgabe, ihre Studiengänge international auszurichten und Studierenden eine umfassende internationale Bildung zu ermöglichen. Internationalisierung bietet ein breites Spektrum an Möglichkeiten, die sowohl im Ausland, aber auch zu Hause sattfinden können. Klassische Formen der Internationalisierung umfassen Austauschprogramme wie beispielsweise mit ERASMUS+, Praktika im Ausland oder Sommerschulen. Mitarbeitende können an verschiedenen internationalen Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten teilnehmen, internationale Projekte durchführen oder als Gastdozierende in ein anderes Land reisen.

Auf dieser Seite werden exemplarisch einige Beispiele aufgezeigt.

Internationalisierung@home

Als Internationalisierung@home werden Angebote bezeichnet, durch die Studierende und Mitarbeitende internationale sowie interkulturelle Kompetenzen erwerben können, ohne das Land zu verlassen. Diese umfassen englischsprachige Lehrveranstaltungen, neue Perspektiven durch internationale Gastdozierende und den Austausch mit Studierenden aus aller Welt. Eine tiefgreifende Internationalisierung erfolgt auch durch die inhaltliche Ausrichtung der Studiengänge, beispielsweise durch globale Fragestellungen, internationale Fallbeispiele oder der Diskussion von interdisziplinären Herausforderungen.

Gastdozentur in Indonesien: Transkulturelle Lehrformate in der Designlehre

Im Wintersemester 2025/26 war Katrin Brümmer als Gastdozentin an der Institut Seni Indonesia Yogyakarta in Indonesien tätig. In verschiedenen Designstudiengängen entwickelte und erprobte sie transkulturelle Lehrformate, die unterschiedliche Entwurfsverständnisse, Materialpraktiken und kulturelle Kontexte in einen dialogischen Austausch bringen. Dabei standen dialogische Prozesse und kollaborative Arbeitsweisen im Zentrum. Ziel war es, Differenz als produktives Gestaltungspotenzial sichtbar und methodisch nutzbar zu machen.

Am Dienstag, den 14. April, um 17:00 Uhr lädt Katrin Brümmer im Masterlabor zu einem Einblick in ihre sechsmonatige Gastdozentur in Indonesien ein.

Projektpräsentation auf internationaler Konferenz in Madrid

Am 12. November 2024 präsentierten Studierende sowie Lehrende der Fakultät III ihre Arbeiten auf der internationalen Konferenz „Tech and Crafts 2024“ in Madrid, die das Zusammenspiel von Handwerk und digitalen Technologien zur Bewahrung kulturellen Erbes thematisierte.

Im Mittelpunkt stand das Forschungsvorhaben „archetex_2.0“ der Hochschule Hannover in Kooperation mit dem Historischen Museum Hannover, vorgestellt von Sylvia Bossenz, Prof. Carsten Behm und Prof. Timo Schnitt. Am Beispiel des Kleidernachlasses von Moritz von Buxtehude aus dem 16. Jahrhundert wurde gezeigt, wie fragile textile Objekte digital gesichert und zugleich als Inspirationsquelle für zeitgenössische Gestaltung genutzt werden können. Die Ergebnisse der Konferenz erscheinen 2025 in einer Publikation.

Konferenz in Madrid

Exkursion nach Venedig – Architektur-Biennale „Intelligens. Natural. Artificial. Collective.“

Vom 07. bis 12. September besuchten 24 Studierende und vier Lehrende der Innenarchitektur die Architektur-Biennale in Venedig, kuratiert von Carlo Ratti. Im Fokus standen die Ausstellungen in den Giardini und im Arsenale sowie ausgewählte Begleitformate, darunter der Deutsche Pavillon und der Pavillon des Vatikans.

Die Exkursion verdeutlichte Architektur als prozessuale Praxis im Spannungsfeld von Natur, Technik und Gesellschaft. Ergänzend wurden beispielhafte Projekte zur Transformation historischer Bausubstanz sowie handwerkliche Aspekte, etwa in der Glasmosaikwerkstatt Orsoni, analysiert.

Die Exkursion wurde von den Studierenden Lilli Alberti, Mahmood Al-Haddad, Maria Eylenstein, Jette Hoffmann und Joelyn Kroll gemeinsam mit Dipl.-Ing.in Kathrin Trutz vorbereitet und begleitet.

Biennale 2025
Antwerpen Bibliothek

Semesterübergreifende Exkursion Antwerpen | Mechelen

Vom 09. bis 13. September 2024 reiste der Studiengang Innenarchitektur nach Antwerpen und Mechelen, um ausgewählte Umnutzungen historischer Bausubstanz zu untersuchen. Im Fokus standen Projekte wie die Erweiterung von Het Steen, das Stadtentwicklungsprojekt PAKT im Groen Kwartier sowie das Hotel „August“ und „The Jane“.

Ein besonderer Höhepunkt war die Bibliothek „Het Predikheren“ im ehemaligen Dominikanerkloster in Mechelen. Der Besuch des Areals Kanaal – ein Zusammenspiel aus historischen Gebäuden und zeitgenössischer Architektur – ergänzte die Exkursion.

Die Reise bot vielfältige Einblicke in Strategien der Transformation und Weiternutzung von Bestandsarchitektur und bildete einen inspirierenden Auftakt in das Semester.

Festivalteilnahme und Austausch in Bangladesch

Im Rahmen der langjährigen Kooperation der Hochschule Hannover mit dem Pathshala South Asian Media Institute reiste Prof. Karen Fromm nach Dhaka und nahm am internationalen Fotofestival „Chobi Mela XI“ teil. Das Festival, das seit 25 Jahren eine wichtige Plattform für Fotografie zwischen Kunst, Journalismus und Aktivismus bildet, vereinte 2026 Künstler:innen aus 18 Ländern.

Unter dem Leitthema „Re“ thematisierten die Arbeiten Fragen von Erinnerung, Verlust und Widerstand und spiegelten zugleich die aktuelle politische Situation in Bangladesch wider.

Chobi Mela XI

How to Out

Die Hochschule bietet ein breites Unterstützungs- und Beratungsangebot für die Planung und Durchführung von internationalen Projekten, Reisen ins Ausland oder anderweitigen Internationalisierungen an.

Angebote zur Förderung der internationalen Handlungskompetenz von Mitarbeitenden und Lehrenden sowie Informationen zum Ablauf finden Sie hier.