Gewalt, digitale Überwachung und Unterdrückung sind allgegenwärtig in Al-Khalil (Hebron) und Masafer Yatta. Aussagen wie „Ich höre die Schreie und sehe das Blut“ und „50 Siedler griffen uns mit Waffen an und schlugen einen Vater, vor den Augen seiner 2 Töchter, nieder“ sind keine Ausnahmen, sondern Alltag.
In Al-Khalil (Hebron) sind palästinensische Bewohner:innen permanenter Kontrolle ausgesetzt. Das Stadtbild ist von Checkpoints, Überwachungskameras und Soldaten bestimmt. Straßen sind blockiert, Gebäude werden mit Gittern gesichert, um sich vor Angriffen zu schützen. In Masafer Yatta, kämpfen die Bewohner:innen gewaltfrei um ihr Zuhause. Doch das Ziel, die palästinensische Bevölkerung schrittweise zu vertreiben, resultiert in abgerissene Häuser und Schulen, zerstört Felder und blockiert Wasserquellen. Es ist eine Annäherung an diese Realität und es zeigt nicht nur Besatzung, sondern auch die Menschen, die es verdienen, gehört zu werden.
Cilia Klinger ist Fotojournalistin mit Fokus auf Menschenrechte sowie sozial- und politisch kritische Themen. Sie arbeitete an Projekten in Europa, Lateinamerika und dem Nahen Osten. Ihre Auslandsaufenthalte vermittelten ihr tiefe Einblicke in Kultur, Geschichte und Religion und sie dokumentiert mit Respekt die Verzweiflung und Wut jener, die unter Krieg, Diskriminierung und Gewalt leiden.