„Pfannl“



Antonia Guth


Diese Arbeit beschäftigt sich mit der Übersetzung von Biografie in eine zeitgenössische gestalterische Form. Grundlage bilden die handschriftlichen Memoiren meiner Urgroßmutter Franziska, geboren 1919 im heutigen Tschechien und gestorben 2015 in Thüringen. Ziel ist es, Biografie nicht als vollständige Chronologie, sondern als subjektive und fragmentarische Erzählung zu begreifen, ohne die Intimität und Persönlichkeit des Originaldokuments zu verlieren.

Entstanden ist eine Box mit 95 Postkarten, die jeweils ein Erinnerungsfragment aus Franziskas Leben enthalten – symbolisch für ihre 95 Lebensjahre. Jede Karte kombiniert eine Illustration auf der Vorderseite mit einem originalen Textausschnitt aus den Memoiren auf der Rückseite. Die Box versteht sich als Fragmentarium und lädt die Leser:innen ein, selbst zu Archivierenden zu werden.

Antonia Guth


Bachelor Visuelle Kommunikation

Erstprüfer: Kai Pfeiffer
Zweitprüfer: Ulli Lust