Die Bewerbung erfolgt online über die Studierendenverwaltung der Hochschule Hannover: www.hs-hannover.de/studium/bewerbung. Die Bewerbungsfrist endet am 15. Juli für das Wintersemester eines jeden Jahres. Die Zulassungsbescheide werden voraussichtlich Anfang August zugesendet. Ein eventuelles Nachrückverfahren startet nach Ende der Einschreibefrist für die Erstzulassungen.
Zugangsbedingungen
mit FaMI-Ausbildung
- Voraussetzung ist eine abgeschlossene Ausbildung zum FaMI, mit Schwerpunkt Bibliothek sowie eine darauffolgende dreijährige einschlägige Berufstätigkeit
- Eine abgeschlossene Ausbildung zum Bibliotheksassistent*in, eine vierjährige einschlägige Berufstätigkeit und der zusätzliche Nachweis von Kompetenzen auf dem Niveau der FaMI-Ausbildung.
- FaMIs bzw. Bibliotheksassistent*innen mit Abitur/Fachhochschulreife werden ohne ergänzende Berufserfahrung zugelassen.
Zugangsbedingungen
ohne FaMI-Ausbildung
Mit der aktuellen Zulassungsordnung für den Studiengang BIB wird der Zugang für Studieninteressierte ohne FaMI-Ausbildung neu geregelt. Bisherige verpflichtende pauschale Praxiszeiten in Bibliotheken vor Studienbeginn entfallen. Die Äquivalenz zu Studienbewerber*innen mit FaMI-Ausbildung wird über eine vor Studienbeginn zu erbringende theoretische Prüfungsleistung von Studieninhalten hergestellt, welche FaMI-Absolvent*innen pauschal anerkannt werden. Ergänzt werden diese Kompetenzen durch Praxiszeiten im Umfang von 18 Monaten, wovon mindestens zwei Wochen in einer anderen Einrichtung (ÖB für Studierende einer WB und umgekehrt oder Spezialbibliothek) abgeleistet werden müssen. Dieser Nachweis kann im Zeitraum der ersten drei Fachsemester erbracht werden. Grundsätzlich ist eine schulische Hochschulzugangsberechtigung (Abitur, Fachabitur) erforderlich.
Für die theoretische Prüfung stehen Moodle-Kurse zur eigenständigen Erarbeitung der Studieninhalte ab April eines Jahres zur Verfügung. In der ersten Hälfte des Julis werden die Präsenzprüfungen vor Ort stattfinden, weitere Prüfungsleistungen werden zu diesem Zeitpunkt von Ihnen eingereicht.
Im Anschluss an die bestandene Prüfung können Sie sich für einen Studienplatz bewerben. Eine mögliche Immatrikulation erfolgt bis zum Nachweis der Praxiszeiten vorläufig.
Den Zugang zu den Moodle-Kursen erfragen Sie bitte hier.
Folgende Module müssen selbstständig erarbeitet werden:
Die Lehrinhalte konzentrieren sich darauf, Ihnen das notwendige Wissen für die Erstellung und Durchführung von Präsentationen zu vermitteln. Darüber hinaus lernen Sie, Gespräche mithilfe des Kommunikationsmodells von Schulz von Thun zu analysieren. Ein wichtiger Bestandteil ist auch die Reflexion Ihrer eigenen Darstellung anhand vorab erarbeiteter Kriterien zur Kommunikationstechnik.
Die Lernziele sehen vor, dass Sie nach Abschluss des Moduls „Präsentationstechniken“ die Grundlagen der praktischen Kommunikation und Rhetorik darlegen sowie kommunikationspsychologische Hintergründe erläutern können. Sie sollen in der Lage sein, einfache Präsentationen für wissenschaftliche Vorträge durchzuführen und kritisch zu reflektieren. Im Modul „Dienstleistungsorientierte Kommunikation“ erwerben Sie die Fähigkeit, mit Kolleg*innen, Nutzer*innen und externen Partner*innen dienstleistungsorientiert zu kommunizieren.
Die Prüfung zum Teil “Präsentationstechniken” erfolgt gemeinsam mit dem Modul BIB-135 Organisation von Informationseinrichtungen (s. u.).
Für die Prüfung zum Teil “Dienstleistungsorientierte Kommunikation” erfolgt die Bearbeitung eines Kurses der Hochschule aus dem Bereich der “Future Skills” zu Kommunikationskompetenz mit Abschluss-Quiz (Präsenzprüfung).
Dieses Modul setzt sich aus den Teilmodulen “Informationsinfrastrukturen” und “Metadaten” zusammen.
Der Teil “Informationsinfrastrukturen” beschäftigt sich mit Strukturen, Aufgaben, Ziele, Dienstleistungen und Konzepte der Informationseinrichtungen, Tätigkeiten von Informationsmanager*in in Informationseinrichtungen und beinhaltet praktische Übungen zu dem Reflektieren der Informationsdienstleistungen und der eigenen fachlichen Interessen.
Im Teil Metadaten werden formale und inhaltliche Erschließungsstandards, Metadatenstandards zu Titeldaten und Normdaten und praktische Übungen zur Analyse und Anwendung unterschiedlicher Erschließungsstandards bearbeitet.
Als Prüfung stehen in jedem Teil sieben Teilprüfungsaufgaben zur Verfügung, von denen fünf korrekt bearbeitet werden müssen. Die Prüfungsaufgaben werden Ihnen zugesendet.
Die Lehrinhalte befassen sich mit den Grundlagen der formalen Erschließung von Medien und Informationen in Bibliotheken. Sie erhalten einen Überblick über die geschichtliche Entwicklung der Regelwerke, die Anwendung formaler Erfassungsregeln (z. B. RDA) sowie über Aufbau und Funktionen von Bibliotheksverwaltungssystemen und Verbünden im deutschsprachigen Raum. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Verständnis von Standards, Normdaten und Verfahren der Fremddatenübernahme.
Präsenzprüfung: erfolgreiche Bearbeitung von Quizzes im Moodlekurs
Die Lehrinhalte befassen sich mit den Strukturen und Abläufen, die den Betrieb von Informationseinrichtungen prägen. Thematisiert werden die Aufbau- und Ablauforganisation, die Zuständigkeiten innerhalb von Organigrammen sowie die einzelnen Schritte im Geschäftsgang der Medienbearbeitung. Weitere Schwerpunkte liegen im Bestandsmanagement, in den Verfahren der Erwerbung und in der Präsentation von Medienbeständen.
Präsenzprüfung: Präsentation zu einem Thema des Geschäftsgangs in Bibliotheken.
Die Lehrinhalte befassen sich mit den rechtlichen Grundlagen, die für das berufliche Handeln in Informationseinrichtungen relevant sind.
Präsenzprüfung: Open-Book-Klausur (eigene Unterlagen dürfen zur Hilfe genommen werden).
Die Lehrinhalte vermitteln einen umfassenden Überblick über die Dienstleistungen Öffentlicher und Wissenschaftlicher Bibliotheken. Dazu gehören die Auskunfts- und Recherchepraxis, die Arbeit mit verschiedenen Zielgruppen sowie der Umgang mit Informations- und Medienangeboten. Weitere Themen sind Open Access, Open Source und die Onleihe als digitale Dienstleistung. Zudem werden Aufgaben der Öffentlichkeitsarbeit, die Rolle von Bibliotheken als Lernort und ihre Funktion als „Dritter Ort“ behandelt.
Prüfung: Hausarbeit im Umfang von ca. 8 Seiten zu Dienstleistungen in der eigenen Bibliothek. Eine konkrete Aufgabenstellung wird zugesendet.
Die Lehrinhalte befassen sich mit der Erweiterung sprachlicher und interkultureller Kompetenzen sowie mit internationalen Perspektiven im Informationsmanagement. Sie können hierfür Englischkurse des Zentrums für Fremdsprachen der Hochschule besuchen oder eine Veranstaltung zur Interkulturellen Kommunikation absolvieren.
Präsenzprüfung: Die Prüfungsleistung besteht in der Erstellung eines Screencasts, in dem Sie Ihre eigene Bibliothek auf Englisch vorstellen. Damit demonstrieren Sie sowohl Ihre sprachlichen Fähigkeiten als auch Ihr Verständnis für die internationale und interkulturelle Ausrichtung bibliothekarischer Arbeit.
Alternativ nehmen Sie an Exkursion(en) der Hochschule zu internationalen Partnereinrichtungen teil.