„Inconclusive“ ist ein dokumentarisches Projekt über die ursprüngliche, unauslöschliche Bindung zwischen Mutter und Kind – und ihren Bruch
durch Zwang und Macht. Nach dem Spanischen Bürgerkrieg begann eine systematische Repression gegen republikanische Frauen, gestützt auf die
Theorie des „roten Gens“ des Psychiaters Vallejo-Nágera. Daraus entstand ein Netzwerk von Zwangsadoptionen, das sich während der Franco-Diktatur und sogar in der Demokratie bis in die 1990er Jahre fortsetzte.
Schätzungen zufolge wurden bis zu 300.000 Kinder ihren Familien entrissen – viele gleich nach der Geburt, oft mit der Lüge, sie seien tot, oder unter Ausnutzung der Not und Unwissenheit ihrer Mütter.
Das Projekt basiert auf einer persönlichen Auseinandersetzung mit meiner Familiengeschichte. Es ist eine visuelle Spurensuche nach Identität und
Erinnerung. Ein Versuch, das Verlorene zu rekonstruieren, bevor es endgültig verschwindet. „Inconclusive“ will das Schweigen der Vergangenheit durchbrechen und die verschwundene Wahrheit sichtbar machen.