Die Masterarbeit untersucht, wie Licht als Gestaltungselement Einfluss auf das phänomenologische Narrativ innerstädtischer Nicht-Orte nehmen kann. Sie reagiert damit auf urbane Entfremdungsprozesse, die mit der Ausbreitung von Transit- und Durchgangsorten im Stadtraum einhergehen. Auf Grundlage von Resonanz-, Raum- und Stadtsoziologien entwickelt die Arbeit ein theoretisches Modell, das die Beziehung zwischen Wahrnehmung, Atmosphäre und ästhetischer
Erfahrung abbildet. Im Praxisteil entsteht aus den gesammelten Erkenntnissen der Entwurf zum „Stadtgespür – Hannover“, ein experimentelles Kulturformat, das mit ortsspezifischen temporären Interventionen urbane Resonanzräume eröffnet. Ziel des Formats ist es, die ästhetische Wirkungskraft von Kunst mit sozialräumlichen Transformationsprozessen zu verbinden und Impulse für eine zugängliche, nachhaltige und partizipative Stadtpraxis zu setzen.
Sanna Lappe
Master Design und Medien
Erstprüfer: Prof. Gunnar Spellmeyer
Zweitprüfer: Prof. Dr. Friedrich Weltzien