Die Thesis untersucht, wie räumliche Gestaltung Resonanzbeziehungen fördern und dadurch gesellschaftlicher Entfremdung sowie Einsamkeit junger Erwachsener im urba-nen Kontext entgegenwirken kann. Aufbauend auf Hartmut Rosas Resonanztheorie und Andreas Reckwitz’ Konzept der Singularisierung werden theoretische Grundlagen mit Fallstudien zu historischen, kulturellen und naturbasierten Räumen sowie zu Raves als Aneignung von Nicht-Orten verknüpft. Qualitativ-interpretative Interviews mit 18- bis 39-Jährigen aus unterschiedlichen Ländern erfassen subjektive Raum- und Resonanzerfah-rungen, die mithilfe raumsoziologischer und phänomenologischer Ansätze ausgewertet werden. Aus der Theorie, den Fallstudien und den Interviews werden Gestaltungsprinzi-pien für Resonanzräume abgeleitet und in einem innenarchitektonischen Konzept für das City Center Northeim beispielhaft veranschaulicht. Dadurch sollen Resonanzachsen langfristig gestärkt und Räume an aktuelle Bedürfnisse angepasst werden.
Inga Helena Bruns
Master Design und Medien
Erstprüfer: Prof. Gunnar Spellmeyer
Zweitprüfer: Katrin Brümmer
Bild 1: Bild generiert mit Perplexity, Bildgrundlage: Das City Center in Northeim von Axel Gödecke. Aus: HNA: Mängel im Northeimer City-Center: Stadt kündigt Räumung der Wohnungen an, veröffentlicht am 26.08.2017
Bild 2: Bild generiert mit Perplexity, Bildgrundlage war eine eigene Skizze