»Lockdown Corona« - Fotoausstellung in der Fotogalerie GAF in der Eisfabrik

15.07.2021 - 22.08.2021
12:00 Uhr - 18:00 Uhr

Vom 15. Juli bis 22. August 2021 zeigt die Fotogalerie GAF in der Eisfabrik eine Ausstellung über die Corona-Pandemie. Mit dabei sind Fotostudent Rafael Heygster, Helena Lea Manhartsberger, Absolventin des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie, sowie Florian Müller, Lehrbeauftragter und Absolvent dieses Studiengangs.

Veranstal­tungs­ort

Fotogalerie GAF in der Eisfabrik, Seilerstraße 15d, 30171 Hannover

Vernissage am 14. Juli um 19 Uhr
Ausstellung vom 15. Juli bis 22. August 2021
Geöffnet donnerstags bis sonntags 12 bis 18 Uhr


Die insgesamt sechs ausstellenden Fotograf*innen haben sich Corona auf ganz unterschiedliche Weise genähert. Sowohl was die Themen ihrer Bilder betrifft, als auch die fotografische Handschrift, mit der sie Corona fotografiert haben.

Der Amerikaner Peter Turnley zeigt einen großen Ausschnitt seines Buchprojektes »A New York-Paris Visual Diary-The Human Face of Covid-19«. In klassischem Schwarzweiß fotografiert, betrachtet Turnley dieses frei finanzierte Projekt, das er in seinen Wohnorten New York und Paris fotografiert hat, als eine »visuelle Hommage an die Menschlickeit aller Helden und Opfer des Weltkrieges gegen den unsichtbaren Feind Covid-19«. »Restricted Area« lautet der Ttel der Arbeit des Hamburger Fotografen André Lützen. Darin zeigt er Bilder öffentlicher Räume, die normalerweise Orte der Kommunikation, der Begegnung und der Konfrontation sind.

Die Fotografin Helena Lea Manhartsberger und der Fotograf Rafael Heygster betrachten ihre Arbeit »Corona Rhapsody« als einen Diskussionsbeitrag zu der Frage, was sich in der Gesellschaft durch die Pandemie verändert. Sie fühlten sich am Anfang der Pandemie »wie in einem surrealen Traum«. Dem haben sie mit dem Fotografieren vieler verschiedener Aspekte und Szenarien der Pandemie Rechnung getragen. Obwohl dokumentarisch fotografiert, wirken ihre mit Blitzlicht beleuchteten Fotos wie theatralische Inszenierungen.

Der distopischen Wirkung der Arbeit »Tin City« des Frankfurter Fotografen Niklas Görke, aufgenommen während der Corona-Pandemie in Frankfurt am Main, kann man sich kaum entziehen. Geschuldet ist das auch der ungewöhnlichen Technik des Fotografen. Kaum jemand hat in Deutschland das Leben während der Corona-Pandemie so breit dokumentiert wie der junge Leipziger Fotograf Ingmar Björn Nolting. »Measure and Middle«, so der Titel seiner Arbeit, bezieht sich auf ein Zitat der Bundeskanzlerin Angela Merkel. Die sprach sich am Beginn der Pandemie in Deutschland für ein Vorgehen mit »Maß und Mitte« aus.

Die von Florian Müller ausgestellte Arbeit hat keine klassische Autorenschaft, sondern ist eine Sammlung: Sie besteht aus Fotografien, die während der Corona-Pandemie in vielen Ländern der Welt von Überwachungskameras gemacht wurden. Mal unscharf, oder mit Farbrauschen und Farbverschiebungen. Aufgenommen an öffentlichen Plätzen, in Unternehmen, Schulen, Häusern. Auch sie vermitteln einen Aspekt des Corona-Alltags.

Ansprechperson:
Florian Müller

 

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