Innovative Kunstvermittlung für das Landesmuseum Hannover

Für die Ausstellung „Im Freien. von Monet – Corinth“, die vom 16. Juli 2021 bis 16. Januar 2022 im Landesmuseum gezeigt wird, entwarfen 36 Studierende elf neue Kommunikations- und Vermittlungskonzepte.

Die Lehrkooperation zwischen dem Landesmuseum und dem dualen Studiengang Integrated Media & Communication sowie dem Studienschwerpunkt Experimentelle Gestaltung spricht insbesondere junge Zielgruppen an. Sie wurde interdisziplinär erarbeitet und von sieben Lehrenden betreut.

Die 25 Studierenden des vierten Semesters Integrated Media & Communication entwickelten digitale Vermittlungskonzepte. Zehn Studierende des sechsten Semesters Experimentelle Gestaltung bauten sechs Freiraum-Ateliers. Die Studierenden greifen hier den impressionistischen Gedanken der Sonderausstellung auf und entwickelten innovative Vermittlungsformate im öffentlichen Raum, die am 17. und 18. Juli im Rahmen eines Aktionswochenendes der Öffentlichkeit im Maschpark gezeigt werden.

Das Museum in Zeiten der Veränderung
Das Selbstverständnis von Museen liegt von jeher in einem Ort des Teilens, des Gemeinsinns, der Forschung, der Unterhaltung, des gesellschaftlichen Handelns und des kulturellen Dialogs.  Museen laden zum Entdecken und Inspirieren ein, zum Bewahren und zur Reflexion. Museen treffen mit ihren Aktivitäten dabei auf junge Menschen, die durch die heutige gesellschaftliche Transformation und damit neuen Wertvorstellungen geprägt sind und sich an etablierten Kommunikationsformen reiben. Stand noch vor kurzem die Wissensvermittlung im Vordergrund kultureller Bildung, steht heute der Erkenntnisgewinn der Besucher*innen im Mittelpunkt des musealen Interesses.

Lehrkooperation der Hochschule Hannover mit dem Landesmuseum Hannover
Die Sonderausstellung » Im Freien. Von Monet bis Corinth « ermöglicht einen experimentellen Blick in die Kunst der ›Freilichtmaler‹ und thematisiert dabei sinnlich die künstlerischen Bezüge zwischen Frankreich und Deutschland. Ziel der Lehrkooperation ist es, bei einer museumsfernen und jungen Zielgruppe Aufmerksamkeit für die Themen der Ausstellung zu erzeugen. Der Leitgedanke der Ausstellung „Im Freien“ steht im Focus der Vermittlungskonzepte, die durch analoge und digitale Wahrnehmungs- und Erfahrungsräume, die Auseinandersetzung der Zielgruppe mit dem Thema fördern und zum Besuch im Landesmuseum anregen.

Lehrende im Projekt: Studiengang BSKE
Prof. Dorothee Weinlich, Projektleitung, konzeptionelle Planung
Friederike Otto, Kunstgeschichte und künstlerische Leitung
Barbara Hindahl, LfbA, Künstlerische Umsetzung

Lehrende im Projekt: Studiengang BIMC
Bernhard Többen Akad. Dir, Projektleitung, konzeptionelle Planung
V-Prof. Markus Drühe, Kommunikations-Psychologie
V.-Prof. Dirk Koppert, Mediastrategie und Mediaplanung
Mia Backeberg, Fotografie und Gestaltung, (MMBbS)

Landesmuseum Hannover
Dr. Annegret Kehrbaum, Leibniz Universität Hannover, Projektkoordination
Nicola Kleinecke, Marketing und Eventmanagement
Caroline Stahr, Kulturvermittlung
Dennis von Wildenradt, Kommunikation und Kulturvermittlung

Website der Ausstellung
http://im-freien.wp.hs-hannover.de

Studiengang: Szenografie-Kostüm-Experimentelle Gestaltung

Das achtsemestrige Studium im Schwerpunkt Experimentelle Gestaltung, des Studiengangs Szenografie-Kostüm-Experimentelle Gestaltung bietet ein künstlerisch-gestalterisches Studium, ohne sich auf eine einzelne Designdisziplin zu spezialisieren. Das projektorientierte Studium eröffnet den Studierenden vielfältige Arbeitsfelder:
Ästhetische Praxis im öffentlichen Raum, Mitwirken in kreativen Prozessen der gesellschaftlichen Transformation in Unternehmen, kommunalen Institutionen und
Organisationen, Beteiligung an Bildungsprojekten zur Vermittlung von Methoden der ästhetischen Wahrnehmung und kreativen Entfaltung, Entwicklung eigener gestalterisch überzeugender Positionen.

Eine ästhetische Praxis ist von zunehmender Relevanz für die Weiterentwicklung der Gesellschaft. Ziel des Studienganges ist es, eigenständige Entwerferpersönlichkeiten auszubilden, die einerseits die erforderliche gestalterische Kompetenz erworben haben und andererseits ihre Kenntnisse, Fähigkeiten auch Methoden in sozialen und gesellschaftlichen Prozessen der Transformation wirksam werden lassen können.

www.experimentelle-gestaltung.de

Studiengang: Integrated Media & Communication

Der achtsemestrige, praxisintegrierende Studiengang Bachelor Integrated Media & Communication dual erweitert das Spektrum der Studiengänge für die Kommunikationsbranche. Inhaltlich verbindet der Studiengang die Felder der Unternehmenskommunikation für Marketing, Public Relations und Human Relations.
Das Profil ist gekennzeichnet durch große inhaltliche Vielseitigkeit und besonders intensive Theorie-Praxis-Verzahnung in allen Phasen der Medienkommunikation: Strategie, Kreation,  Artwork und Produktion. Dieses „Denken in Zusammenhängen“ entspricht dem Bedarf der Kommunikationsagenturen ebenso wie den Anforderungen größerer Unternehmen. Lange Praxisphasen prägen den gesamten Studienverlauf. Bestandteil des Studiums ist die Ausbildung zur/zum Gestaltungstechnischen
Assistent*in (GTA).

imc.f3.hs-hannover.de