Aktuelles aus dem Studiengang Veranstaltungsmanagement

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Prof. Gehrke mit Beitrag in einem Sammelband zur Zukunft der Veranstaltungswirtschaft

Events – Future, Trends, Perspectives heißt der neue Sammelband, der kürzlich im UKV-Verlag München in englischer Sprache erschienen ist. Kim Werner und Ye Ding haben als Herausgebende zahlreiche Autorinnen und Autoren eingeladen, Einblicke in zahlreiche der jüngsten Entwicklungen in der vielfältigen Eventbranche zu geben. Internationale Wissenschaftler*innen und Expert*innen mit unterschiedlichen Spezialgebieten aus verwandten Bereichen haben spannende Forschungsthemen aufgegriffen und bieten Perspektiven, Gedanken und Ansichten zu einer Reihe aktueller und zukünftiger Themen und Herausforderungen. Die Themen sind so vielfältig wie die Branche selbst und umfassen Diskussionen über Gender und Diversität, disruptive Technologien, Nachhaltigkeit, psychologische Effekte, die Ko-Kreation von Erlebnissen, die Zukunft der Event-Bildung und vieles mehr. Anhand von lebendigen Fallstudien und Best-Practice-Beispielen werden aktuelle und zukünftige Entwicklungen veranschaulicht und die Grundlage für einen Austausch zwischen Wissenschaftler*innen, Studierenden und Praktiker*innen gelegt.

Prof. Dr. Gernot Gehrke ist einer der Autoren des Sammelbandes. In seinem Beitrag beschäftigt er sich unter der Überschrift Researching the Future of Event Education mit den Möglichkeiten und Grenzen von Forschung zur künftigen Ausgestaltung von hochschulgebundenen Studiengängen, die auf eine Tätigkeit in der Veranstaltungswirtschaft vorbereiten. Dabei präsentiert er u.a. Ergebnisse aus seinem Forschungs- und Entwicklungsprojektes „Trendreport 2018: Aus- und Weiterbildung für Messe, Event und Kongress“, das unter seiner Leitung in Kooperation von Hochschule Hannover und dem AUMA realisiert wurde.

How does it feel? Mein erstes Semester im Studiengang Veranstaltungsmanagement - Von Viktoria Blecker

Ich liege auf meinem Sofa, es ist der 15.06.2020, ein paar Tage nach meinem zwanzigsten Geburtstag und ich überlege, wie ich diesen Report am sinnvollsten beginnen soll. Gute drei Viertel des vierten Semesters sind schon wieder vorbei, so langsam wird’s Zeit. Die Außenwelt habe ich mit Kopfhörern ausgeblendet und Michael Jacksons „Thriller“ voll aufgedreht. Abgesehen von mir, die sich Thriller gerade in voller Lautstärke anhört, fühlen sich derzeit wohl mehrere wie in einem Thriller. Ich hätte mir nie träumen lassen, dass ich dort ankomme, wo ich gerade bin, und dass das passiert, was in den letzten Monaten passiert ist. Schon gar nicht, als ich vor zwei Jahren die Schule beendet hatte.

Es war Anfang August 2018, mein Abi hatte ich in der Tasche, mein Urlaub war vorbei und den Bewerbungsmarathon an den deutschen Unis hatte ich endlich hinter mir.

Das Warten dauerte lang, und die Enttäuschung war sehr groß, als mir im Bewerbungsportalstatus angezeigt wurde, dass ich aufgrund der hohen Nachfrage leider keinen Studienplatz für Veranstaltungsmanagement an der HSH bekommen habe. Ich stand auf der Warteliste, nur wusste ich nicht, ob meine Position nun bedeutete, dass ich gute oder schlechte Chancen aufs Nachrücken hatte. Naja – das wird wohl doch nichts mit Eventmanagement. Aber man sollte nie aufgeben, denn zwei Wochen später klingelte dann doch unverhofft das Telefon und ein freundlicher Mitarbeiter der Hochschule fragte mich, ob ich an dem Studienplatz noch interessiert wäre. Natürlich war ich das! Und mit einem Anruf stand der Weg für die nächsten dreieinhalb Jahre fest. Auf an die Expo Plaza!  

„Thriller – Thrill – la – la ...“ flöte ich vor mich hin und überlege, was ich denn für das Seminar „Übungen Print und Online“ schreiben könnte. Es soll ein Beitrag für den Rigging Point, unser Studiengangsmagazin oder die Webseite werden, aber so wirklich weiß ich noch nicht wohin die Reise gehen soll. Das war nach meinem Abitur ganz genauso.  

Zu Beginn des Studiums im September 2018 war mir noch nicht klar, wo genau ich jetzt eigentlich studiere, denn das System der fünf Fakultäten der HsH hatte ich überhaupt nicht verstanden.

Ich fühlte mich ziemlich unsicher, aber die Antwort darauf war eigentlich ganz einfach: Ich studiere an der Fakultät III, an der Expo Plaza. Die Expo Plaza ist direkt an der TUI-Arena, beim Holländischen Pavillon, neben unserem bekannten Nachbarn der „Deutsche Messe AG“. An der Expo Plaza habe ich alle meine Vorlesungen und Seminare, jedenfalls wenn „Corona“ vorbei ist. Es gibt eine Mensa, ein Cafe und ein, wie ich finde, sehr schönes Gelände, dass mit seiner Weitläufigkeit den ca. 3000 Studierenden viel Platz bietet. Aber auch mein erstes Semester startete mit Einschränkungen. Es gab keine Mensa. Beziehungsweise gab es eine, sie war nur wegen Problemen mit dem Abwasser nicht nutzbar. Über ein halbes Jahr versorgten wir uns also über Food-Trucks, eine Suppenküche und mit mitgebrachtem Essen, dass dann vorzugsweise draußen oder auf den Gängen verspeist wurde.    

Thriller endet mit diesem gruseligen Lachen aus dem Musikvideo und der Song wechselt.  Aus Thriller wird „Stranger in Moscow“. Der Refrain bleibt mir im Kopf hängen „How does it feel?“  

Wie fühlte sich der Uni-Alltag im ersten Semester eigentlich an? Im Vergleich zu meiner Abiturzeit, tatsächlich gar nicht so anders. Meine Tage in der Uni waren sehr strukturiert, denn ich wählte meine Kurse nicht selbst, sondern hatte vorgegebene Seminare. Der Stundenplan wird – ja wie in der Schule eigentlich – für mich zusammengestellt und mir vor Beginn des Semesters zugeschickt. Was für Seminare ich im Laufe meines Studiums belege, steht in der besonderen Prüfungsordnung des Studienganges, ein Blick lohnt sich! Ich habe seit dem ersten Semester jeden Tag einen oder mehrere Kurse. Zu Beginn ist es viel Grundlagen Arbeit, BWL, VWL, Recht, Marketing usw. was mich doch überrascht hat. Aber inzwischen zeigt sich, dass ein gutes Fundament schon die halbe Miete ist. Aber es gab auch gleich zu Beginn einen Einstieg in ein Praxisprojekt. Die Musik stoppt. Das überbeanspruchte Internet bei mir schafft es leider nicht mehr das Video zu laden. Das kam schon öfter vor, auch mal in den Online-Vorlesungen. Bloß nicht aufregen. Ich nutze die kleine Pause, und hole mir schnell etwas zu trinken.  

Wo wir schon mal bei technischen Problemen sind. Ich hätte mich zu Beginn meines Studiums definitiv früher über meine ganzen Accounts informieren sollen, denn E-Mail, ICMS, VPN-Client und Quispos sind überlebenswichtig.

Es hat dann doch ein paar Wochen gedauert, bis ich gemerkt habe, dass ich viele Office Produkte kostenlos von der Hochschule bekomme und Adobe Dienste gleich mit dazu. Bis heute ist die Hochschul-IT mein Lebensretter bei allen Laptop Problemen, und die hatte ich natürlich schon zu Hauf. Vor allem in Zeiten ohne Präsenzunterricht – Danke Corona – wäre ein aufgeräumter Mail Account ein Segen... Ja, ich arbeite noch dran. Die IT erreiche ich zuverlässig über E-Mail. Das hat bisher ausnahmslos geklappt. Ah, Musik läuft wieder und der Michael Jackson Song geht weiter. „Like a stranger in Moskow” Ein Gefühl was glaube ich jeder mal hat, wenn er in eine neue Umgebung kommt.  

Besonders im ersten Semester ist alles neu und ungewohnt. Auch ich habe mich unsicher gefühlt. Es begann ein neuer Alltag und ich kannte niemanden an der Hochschule. Aber ich habe schneller Freundschaften geschlossen als ich dachte und mit der Zeit immer mehr neue Menschen kennengelernt. Langsam aber stetig tauchte ich in meinen Studienalltag ein. Nicht jedes Fach im Studium macht gleich viel Spaß, aber ein bisschen Offenheit ist definitiv nicht verkehrt. Vor allem Themen, die ich am Anfang gar nicht ansprechend fand, wie Recht, haben mir dann doch super viel Spaß gemacht.

In Gruppenarbeiten habe ich viele meiner 40 Kommilitonen gut kennengelernt und möchte sie nicht mehr missen.    

Songwechsel. „I will survive“. Moment das ist aber kein Michael Jackson Song! Egal. Ich öffne das Fenster, denn es ist Juni und mein kleines Zimmer wird sehr schnell warm. Die Vorlesungen enden jetzt langsam und die Prüfungsphase beginnt. Bei vielen der Moment, an dem nur noch ans Überleben gedacht wird. Definitiv nicht meine Lieblingszeit im Jahr, auch wenn ich morgens jetzt wieder ein bisschen länger schlafen kann.   Überleben, das dachte ich auch im Januar 2019. Meine erste Prüfungsphase. Für mich im ersten Semester ein Horrorwort. Der erste Prüfungszeitraum war für mich super aufregend. Ich kann leider in keine Prüfung wirklich entspannt hineingehen, egal wie gut oder schlecht ich vorbereitet bin. Deswegen waren die ersten Prüfungen eine besondere Hürde. Aber bis auf zwei Klausuren, die ich im ersten Semester geschrieben habe, waren es dann überwiegend Gruppenarbeiten und ich habe alles erfolgreich hinter mich gebracht. Nur Mut, habe ich mir gesagt, mit Vorbereitung und Zuversicht schaffst du das. Gruppenarbeiten können übrigens auch gut in Corona Zeiten per Video-Konferenz klappen. Kaum zu glauben, aber wahr. Der Januar ging sehr schnell rum. Die Prüfungen waren erledigt, und ich verabschiedete mich, ein wenig stolz, dass ich das erste Semester geschafft hatte, in die Semesterferien. Fast einen ganzen Monat frei, endlich fertig.   Inzwischen bei „Beat It“ angekommen, schaue ich auf die Seitenanzahl. Da hat sich ja doch einiges angesammelt. Ging schneller als gedacht. Nur noch drei Monate und mein fünftes Semester beginnt. Zwar Online, aber daran habe ich mich inzwischen fast gewöhnt. Ich bin sehr gespannt, was mein zweites Online-Semester für mich bereithält und hoffe, dass alle Erstis mit Zuversicht und Offenheit in ihr neues Abenteuer Online-Uni starten können. Ich, viele meiner Kommilitonen und Dozenten freuen uns jedenfalls sehr darauf, wenn auch nur auf dem Bildschirm, neue Gesichter zu sehen.    

Und was ich während der digitalen Lehre noch gelernt habe? Auszeiten sich wichtig! Deshalb widme ich mich jetzt nach getaner Arbeit mit gutem Gewissen und großer Motivation wieder meiner YouTube Playlist und klappe den Laptop für heute zu.

Bachelor-Studiengang Veranstaltungsmanagement lädt für den 2. Juli von 15.00 – 16.30 Uhr zum Digitalen Informationstag ein

Lehrende, Studierende und Alumni des Bachelorstudiengangs Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover präsentieren am 2. Juli von 15.00 – 16.30 Uhr allen Studieninteressierten den Studiengang im Rahmen einer Zoom-Videokonferenz. Über die MailadresseF3-IK-Infotag-BVM(at)hs-hannover.de ist die Anmeldung möglich. Nach der Registrierung wird der Zoom-Link versendet.

Informationen und vor allem die Fragen der Teilnehmenden stehen im Mittelpunkt des Programms: Nach einer kurzen Präsentation zu den Inhalten, Zielen sowie Berufsperspektiven des Studiengangs Veranstaltungsmanagement sind Lehrende, Studierende und Alumni für Fragen der Teilnehmenden bereit. Gerne können dann auch weitergehende Informationen zum Zulassungsverfahren vertieft und Erwartungen rund um das Studierendenleben an der Hochschule Hannover ausgetauscht werden.

Mehr Informationen und Rückfragen unter: F3-IK-Infotag-BVM(at)hs-hannover.de.

Studienalltag in Zeiten von Corona – ein Erlebnisbericht von Jette Steyer

Online – Für mich war das immer ein inflationär genutzter Begriff, den man vor jedes Wort klatschen konnte und sofort hörte sich die Aussage viel moderner an. „Online sein“, „Online-Spiele“, „Online-Dating“ alles Phänomene unserer so digitalen und digitalisierten Welt. Über die Bedeutung dieses kurzen, zweisilbigen Wortes habe ich mir aber nie wirklich Gedanken gemacht. Doch auch diese Gewohnheit hat sich neben vielen weiteren in den letzten Wochen, nein mittlerweile sogar schon Monaten, verändert.

Wie alles begann... Es war ein Freitag Mitte März. Freitag, der 13. um genau zu sein. Eigentlich bin ich nicht abergläubisch und trotzdem würde ich diesen Tag als Schicksalstag bezeichnen. Ich kann mich daran erinnern als wäre es gestern gewesen. Wir saßen in einer Vorlesung zum Thema „Selbst- und Zeitmanagement“. Das Semester hatte zwei Wochen zuvor begonnen. Meine Kommilliton*innen und ich waren aus dem Praxissemester zurück und immer noch dabei, uns wieder an den Studienalltag zu gewöhnen. Das Thema der Vorlesung hörte sich also recht sinnvoll an. Doch dann kam eine Mail des „Infektionsschutzes der Hochschule Hannover“. Wir hatten in den letzten Tagen immer wieder Mails von diesem Absender erhalten, die uns über neue Entwicklungen und Maßnahmen in Bezug auf das Corona-Virus informierten. Schon in den vergangenen Tagen verfolgte ich akribisch die Nachrichten, in denen immer mehr über Corona, mögliche Übertragungswege und natürlich die aktuellen Infektionszahlen informiert wurde. Ich hörte von immer mehr Bekannten, Freund*innen und Influencer*innen, die sich nach und nach in „social distancing“ übten und teilweise sogar schon komplett in Quarantäne gingen. Das alles hatte mich schon ein wenig beunruhigt, aber die Mail, die uns an diesem Freitag, den 13. um 11:26 Uhr erreichte, führte mir endgültig vor Augen, dass das Virus nun auch mich eingeholt hatte und mich in Zukunft in meinem persönlichen Leben mehr einschränken würde als zuvor gedacht. „Ab sofort wird der Präsenzlehrbetrieb bis zum 20. April 2020 eingestellt.“, hieß in der besagten Mail. Wir schauten unseren Dozenten Jens Ihnen verwirrt an, schauten uns gegenseitig verwirrt an und niemand wusste so recht, was als nächstes passiert. Der Präsenzlehrbetrieb fand ja genau in diesem Augenblick statt. Sollten wir jetzt ernsthaft aufstehen und gehen? Genau das war der Plan. Wir packten alle unsere Rucksäcke, konnten es irgendwie alle nicht richtig fassen. Die ersten hatten sofort die Handys gezückt und in der Heimat angerufen. Schön, wie beruhigend die Worte von Mama, Papa oder anderen wichtigen Bezugspersonen auch im jungen Erwachsenenalter noch sein können.

Diese Mail war für mich der Startschuss für viele Veränderungen. Noch am gleichen Tag wurde mein Lacrosse-Mannschaftstraining abgesagt – wir sollten ab jetzt vorerst allein trainieren. In den nächsten Tagen folgten unzählige Veranstaltungsabsagen, Schließungen von Restaurants und Bars, aber auch Geschäften, sowie kulturellen und sportlichen Einrichtungen. Dann die Krönung: die Kontaktsperre. Innerhalb kürzester Zeit hatte sich mein und unser Leben komplett auf den Kopf gestellt. Und ich? Ich fühlte mich wie in Trance. Es war ein gemischtes Gefühl aus „Juhu, endlich wieder frei nach zwei Wochen Uni“ und „Wow und was mache ich jetzt den ganzen Tag?“. Die Tage zogen vorbei und ich verbrachte meine Zeit mit Lesen, ausgedehnten Spaziergängen durch die Nachbarschaft und natürlich Puzzeln. Ich sprang quasi auf alle Quarantäne-Trends auf. Es gab jeden Tag Bananenbrot. Nur das Binge-Netflix schauen ließ ich aus – nichts konnte mich so richtig in seinen Bann ziehen. Das reale Leben gab mir ausnahmsweise mal das Gefühl spannender, aufregender und vor allem unvorhersehbarer zu sein, als jede Serie und jeder Film.

Unsere Dozierenden reagierten schnell. Bereits am 18. März, also nur fünf Tage nach der Mail, hatten wir unsere erste Online-Vorlesung. Es handelte sich um das Seminar „Marketing Vertiefung“ bei Prof. Dr. Gernot Gehrke. In den folgenden Tagen schlossen sich immer mehr Vorlesungen an, sodass wir innerhalb kürzester Zeit so gut wie unseren gesamten Stundenplan online hatten. Es fühlte sich fast an wie der „normale Uni-Alltag“ – zwar ohne den weiten Weg zur Expo Plaza, stattdessen allerdings mit einigen anderen Mankos, wie z.B. instabilen Internetverbindungen. Trotzdem gab uns diese Struktur Halt, einen Hauch von Normalität. Wir tasteten uns nach und nach durch diverse Programme, wurden relativ schnell zu „Zoomer*innen“. Vereinzelt griffen wir auch auf BigBlue Button, Skype oder Microsoft Teams zurück. Schlussendlich hatte es uns Zoom dann aber doch am meisten angetan, da es mit uns gemeinsam zu wachsen schien. Das Tool wurde somit zu einer vertrauten Konstante. Vor der Krise kannten die wenigsten das Kommunikationstool, mittlerweile ist es aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken.

Die Vorlesungen begannen immer gleich. „Geht es ihnen gut?“, „Wäre es möglich, dass der eine oder die andere das Video noch einschaltet?“, „Wissen Sie, ob jemand technische Probleme hat?“, „Melden Sie sich bei uns, sollten Sie Schwierigkeiten haben“. Die Dozierenden ließen uns in jeder Vorlesung wissen, dass sie sich Gedanken um uns machten, dass es ihnen wichtig war und auch heute noch ist, dass wir alle durch dieses Semester kommen. Auch für sie war die Situation zu Beginn ungewohnt, neu und fremd. Auch sie mussten sich in dieser neuen digitalen Welt der Lehre vorerst zurechtfinden. Wir als Studierende haben es ihnen dabei sicherlich schwerer als nötig gemacht. Nur ein oder zwei Mutige von uns hielten es aus, eine ganze Vorlesung lang ihr Video anzulassen. Oft antwortete niemand auf Fragen, alle hofften „irgendwer anderes macht das schon“. Wir haben es unseren Dozierenden oft nicht leicht gemacht, das müssen wir uns eingestehen.

Neben Zoom und unseren Dozierenden gab es einen weiteren stetigen Begleiter durch diese Krise. Unsere Laptops haben uns Tag und Nacht durch die Zeit gebracht und wir haben eine wirklich innige Beziehung zu ihnen entwickelt. Wer vor wenigen Monaten bereits einen Verdacht auf übermäßigen Internetkonsum hatte, hält heute eine Diagnose in der Hand. Unsere Laptops sind aus unserem Alltag nicht mehr wegzudenken. In der Zeit der strengen Kontaktsperren lief alles über diese wenige Zoll großen Geräte ab. Uni, Arbeit, das Pflegen sozialer Kontakte, das Verfolgen der Nachrichten. Vermutlich war das auch der Grund, wieso ich der Versuchung von Netflix, Amazon Prime und Co weitestgehend widerstehen konnte. Ich brauchte wenigstens abends eine Auszeit von meinem treuen Begleiter. Rückblickend haben wir trotzdem viel zusammen erlebt: einige Irritationen, wenn die Stimmen der Dozierenden sich aufgrund der schlechten Internetverbindung in der Vorlesung plötzlich wie Roboter anhörten; zahlreiche misslungene Kommunikationsversuche, wenn mein Laptop der Meinung war, auf keinen meiner Mausklicks mehr reagieren zu müssen; unzählige Wutausbrüche, wenn er trotz meines wiederholten und festen Drückens auf den „On-Button“ einfach nicht hochfahren wollte. Nachdem ich dann eine Sprachnachricht an meine beste Freundin geschickt und ihr mein Leid geschildert hatte, ging es mir meistens besser - und mein Laptop beruhigte sich dann komischerweise meistens auch direkt wieder.

Mittlerweile hat sich für mich eine neue Normalität eingestellt. Fast routiniert lege ich morgens die zwei Meter von meinem Bett zu meinem Schreibtisch zurück, schalte den Laptop ein und begebe mich ins Online-Seminar. Mal höre ich mehr zu, mal weniger. Ich beteilige mich selten. In kleinen Gruppen oder Gruppenarbeiten sage ich schon eher etwas. Das Video lasse ich meistens aus, wobei es mir eingeschaltet sicherlich helfen würde, mich besser konzentrieren zu können. Wenn ich mir Gedanken über meinen Lernerfolg gemacht habe, dachte ich mir meistens: „Das hole ich nächstes Semester wieder auf, wenn wir wieder in der Hochschule sind.“ Diese Hoffnung ist mittlerweile verpufft und ich freunde mich schonmal mit dem Gedanken an, ein weiteres Semester mit meinem beständigen Begleiter, meinem Laptop zu verbringen. Hoffentlich können wir unsere Uneinigkeiten und Missverständnisse bis dahin beseitigen.

Interaktiv, innovativ und digital - Ein Praxisphasenaustausch im Home-Office

Mehr als sechzig Teilnehmer*innen, sieben virtuelle Räume, drei Stunden: das vierte Fachsemester im Studiengang Veranstaltungsmanagement (BVM) der Fakultät III der Hochschule Hannover war Gastgeber für das 2. Fachsemester bei einer Netzwerkveranstaltung über ihre Praktika. Ursprünglich als reales Event gedacht, wurde der Prakti-Chatkurzerhand ins Netz verlegt. Das erste eigene Online-Event zu organisieren und zu erleben – ein spannendes Experiment für alle Beteiligten.

Inhalt des Praxisphasenaustauschs – regelmäßig als gemeinsames Projekt im Rahmen der Lehre angelegt - ist das fünfmonatige Pflichtpraktikum der Studierenden im dritten Fachsemester. Ziel des diesjährigen „Prakti-Chat“ war es, über die Inhalte und Aufgaben während der Praktika zu informieren, die gemachten Erfahrungen weiterzugeben und Fragen zu diskutieren. Aber auch die Vernetzung und die Stärkung des Gemeinschaftsgefühls innerhalb des Studiengangs soll gestärkt werden. Geplant war die Veranstaltung zunächst im Planet MID auf dem Gelände des Expo Plaza. Aufgrund der Corona-Einschränkungen mussten die Studierenden sie jedoch kurzerhand neu planen und verlagerten den Prakti-Chat in den virtuellen Raum.

Mehr als 30 Gastgeber*innen und ebenso viele Teilnehmer*innen trafen sich dazu per Videokonferenz. Nach einer kurzen Begrüßung und der Vorstellung des Ablaufs startete eine Art Speed-Dating in kleinen Gruppen, in der die im letzten Wintersemester absolvierten Praktika nach Themengebieten vorgestellt wurden. So vielfältig, wie die Veranstaltungswirtschaft ist, waren auch die Praktika: in großen oder kleinen Konzert- oder Eventagenturen, in Unternehmen, bei Event-Locations oder Messegesellschaften. Icebreaker-Fragen, liebevoll gestaltete Moodboards und Anekdoten aus der Praktikumszeit machten die Atmosphäre lebendig. Aber auch Fakten zur Arbeit in den Unternehmen oder die Vergütung kamen zur Sprache, und die „Zweitsemester“, die sich derzeit bewerben, stellten viele konkrete Fragen. Unterstützt durch die Moderator*innen klappte auch das Wechseln zwischen den Themen-Räumen zunehmend besser und die Kommunikation wurde lebhafter. Zum Abschluss versammelten sich die beiden Jahrgänge noch einmal zu einem großen, virtuellen Get-together und ließen die Veranstaltung gemeinsam ausklingen.

Auch wenn Corona der ursprünglichen Planung einen Strich durch die Rechnung gemacht hat und alle selbst für ihr Catering sorgen mussten - inhaltlich konnte der virtuelle Prakti-Chat alles liefern, was erreicht werden sollte. Das kam auch bei der Zielgruppe gut an. "… der Prakti-Chat war eine wirklich gute Veranstaltung. Die kleinen Gruppen und die verschiedenen, thematischen Praktikumsräume haben das Ganze sehr persönlich gemacht. Die Studis aus dem vierten Semester waren offen für all unsere Fragen, absolut freundlich, locker und hilfsbereit. Man hat einfach einen großen Einblick in diverse Branchenbereiche bekommen.“, so die Meinung eines Teilnehmenden.

Und – last but not least – nehmen alle Studierenden konkrete Erfahrungen zur Konzeption virtueller Events mit, und es werden sicher nicht die letzten sein.

Wer, wenn nicht wir? Wann, wenn nicht jetzt?

Mit und aus der Krise lernen - Online-Lehre im Studiengang Veranstaltungsmanagement findet auch in den Praxisprojekten statt

Seit dem 16. März 2020 ist der Bachelorstudiengang Veranstaltungsmanagement (BVM) wie alle Studienangebote der Hochschule Hannover im Ausnahmemodus. Mit dem Schließen der Präsenzlehre an der Hochschule galt es, rasch nach alternativen Möglichkeiten zu suchen und diese einzusetzen. Es hat funktioniert: Seit dem 17. März findet die Lehre über alternative Wege - vor allem live online - statt.

Studierende und Lehrende im Studiengang Veranstaltungsmanagement haben dabei einen besonderen Blick auf und Bezug zu den Auswirkungen der Corona-Pandemie, weil sie auch für die Veranstaltungswirtschaft – dem wesentlichen Berufsfeld der Studierenden – weitreichende wirtschaftliche, wenn nicht gar existenzbedrohende Einschnitte nach sich zieht. Längst sind davon nicht nur die großen Organisationen wie z. B. Messegesellschaften, sondern auch die vielen im Umfeld beteiligten Unternehmen und Betriebe sowie die zahlreichen auf Zeit oder geringfügig Beschäftigten und Solo-Selbständigen betroffen. Das schließt auch das Gastgewerbe, mit den vielen mit der Veranstaltungswirtschaft verbundenen Restaurants, Gaststätten und Hotels sowie die Zulieferbetriebe der Veranstaltungswirtschaft (Messebauer, Technikdienstleister für Ton, Licht und Video, Caterer, Event-Locations) mit ein, die mit ihren Dienstleistungen Messen und andere Veranstaltungen überhaupt erst ermöglichen. Auch Sport- und Kulturveranstaltungen sind betroffen. „Viele unserer Studierenden haben ihre Nebenjobs verloren und kämpfen – wie auch die Unternehmen - um ihre wirtschaftliche Existenz“, erklärt Isabelle Thilo, Professorin für Veranstaltungskonzeption und Koordinatorin des Studiengangs. „Für uns war es in dieser Situation ein wichtiges Anliegen, so schnell wie möglich das Studienangebot umzustellen und das Lehren und Lernen weiterhin zu gewährleisten, damit zumindest diese Strukturen erhalten bleiben. Die positive Resonanz der Studierenden, die hier mitziehen und auch eigene Beiträge sowie den Austausch mit anderen Semestern konzipieren, bestärkt uns in unserem Ansatz.“

Mit den Akteuren der Veranstaltungswirtschaft ist der Studiengang u.a. über Gastvorträge, die jetzt per Videokonferenzen abgehalten werden, in einem engen Kontakt. „Wir spüren sehr viel Sorge bei den Branchenvertretern darüber, ob und wie ihre Geschäftsmodelle auch in Zukunft funktionieren. Die Absage von zahlreichen Veranstaltungen bis weit in den Herbst hinein trifft alle beteiligten Unternehmen hart, weil ihnen die Umsätze zu 100 Prozent wegbrechen“, erklärt Gernot Gehrke, Professor für Management und Marketing der Veranstaltungswirtschaft. „Ohne schnelle Hilfe auf vielen Ebenen drohen massiv Insolvenzen.“

Vor diesem Hintergrund beschäftigt sich der Studiengang in diesem Semester in allen Jahrgängen stark mit hybriden und virtuellen Formaten der Realisierung von Veranstaltungen. Ganz besonders gilt dies in den acht Praxisprojekten des 2. und 4. Fachsemesters, die in diesem Semester durch die Studierendengruppen begleitet werden sollten und die nun massiv durch die Absagen der Veranstaltungen beeinflusst sind. „Die Studierende lernen jetzt sehr schnell, was ein Krisenmodus in einem Projekt bedeutet und wie man mit solchen außergewöhnlichen Situationen umgeht. Unseren Lehrbeauftragten, die die Praxisprojekte didaktisch begleiten, gilt hier ein besonderer Dank für ihr großes Engagement“, sagt Isabelle Thilo. Dies sind in diesem Sommersemester Hannelore Herz (Marketing & Kommunikation & Mediation), Felix Urban (Deutsche Messe AG), Songül Yavsan (E|SY EVENTS), David Lampe (Geschäftsführer Klubnetz e.V.), Daniela Barrera (Hochschule Hannover), Carolin Pauly (Vincentz Network GmbH) und Maik-Fabian Goslar (Niedersächsische Staatstheater Hannover GmbH). „Wir glauben, dass die Studierenden die Krise auch für die Entwicklung besonderer Kompetenzen nutzen können. Das wird allen zugutekommen, weil wir auf eine andere Veranstaltungswirtschaft blicken werden, die neue und andere Kompetenzen erfordern wird“, erklärt Gernot Gehrke.

Im Bachelor-Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover studieren derzeit 134 Studierende in den unterschiedlichen Semestern. Zum Wintersemester 2020/21 startet mit rund 40 Erstsemestern ein neuer Jahrgang ins Studium. (gg/it 21.04.2020)

Von besonderen Erlebnissen, inspirierenden Zusammentreffen und persönlichen Herausforderungen: 58th ICCA Congress Houston

Amazing – dieser Ausdruck beschreibt den 58. ICCA Congress in Houston für uns am treffendsten. Es ist nicht nur das Wort, das an den drei Kongresstagen wahrscheinlich am häufigsten gefallen ist, der ICCA Congress ist es auch wirklich gewesen: beeindruckend und überwältigend. Vom 27. – 30. Oktober 2019 haben wir ein kleines Abenteuer erfahren; in einer Parallelwelt gelebt, in der internationales Networking die Königsdisziplin ist. Als zwei von insgesamt 16 studentischen Stipendiat*innen haben wir von der ICCA, der International Congress and Convention Association, die Gelegenheit bekommen, internationale Größen der MICE-Industrie zu treffen, begeisternde Redner zu hören und als Gast an einem großen partizipativen Veranstaltungsformat teilzunehmen. Als Prosumentinnen haben wir über Experience Design und anstehende Herausforderungen gesprochen, die mit ökologischer Nachhaltigkeit und technischen Fortentwicklungen einhergehen. Wir konnten unser Wissen in den Bereichen Marketing, Customer Behaviour sowie der Zukunft der Tourismuswirtschaft erweitern, haben debattiert und uns über den individuellen Status Quo der Länder ausgetauscht. Es war spannend zu sehen, dass die meisten Themen von globaler Bedeutung sind, die verschiedenen Nationen mitunter allerdings unterschiedlichste Ansätze verfolgen, damit umzugehen. Aufgebaut war der Kongress eigentlich, wie es im Buche steht: Morgens ein motivierender Redner für alle Teilnehmer*innen, mittags und nachmittags individuell wählbare Sessions und Networkingangebote und abends dann das Spaßprogramm – vom RooftopEvent über einen rustikalen Spieleabend bis hin zur Halloween-Party ist für jeden Geschmack etwas dabei gewesen. Ganz im Texas-Style beherrschen wir nun den Line Dance – zumindest ein wenig –, konnten Kontakte knüpfen, die uns vielleicht für unsere berufliche Zukunft, mindestens aber für unseren ganz persönlichen Werdegang beeinflussen werden und haben auf fachlicher Ebene viel gelernt. Von den Möglichkeiten partizipativer Programmplanung über neueste technische Innovationen, wie den Einsatz von VR oder Robotern, bis hin zu der Art, wie branchenexterne Redner ihr Publikum mitreißen und begeistern können, die Bereiche waren vielfältig. Wir sind dankbar für die einmalige Möglichkeit, an einem für unsere Branche so bedeutenden Kongress teilgenommen haben zu dürften und möchten alle BVM-Studierenden motivieren, sich für das kommende Jahr in Taipei zu bewerben.

Pepa Kern und Katharina Mügge

Die BVM-Studierenden Pepa Kern und Katharina Mügge in Houston beim ICCA-Kongress
Glückliche Absolvent*innen mit Studiendekanin und Lehrenden (von links): BVM Studiengangskoordinatorin Prof. Dr. Isabelle Thilo, Studiendekanin Prof. Dorothee Weinlich, Prof. Dr. Gernot Gehrke, Nils Quentin, Markus Hüfler, Meike Herbst, Melanie Wirth, Nadine Großkreuz, Marina Vogt, Meike Schindler, Soreen Ude, LfbA Kerstin Bolm (c) Lena Buchholz

Bestanden! Absolvent*innen des Vollzeitstudienganges Bachelor Veranstaltungsmanagement verabschiedet

Angefangen haben sie im Wintersemester 2015. Am 25. Oktober 2019 wurden die ersten Absolvent*innen des Vollzeitstudiengangs Bachelor Veranstaltungsmanagement (BVM) verabschiedet. Im Rahmen der Abschlussfeier der Lehreinheit Kommunikation feierten sie im Planet M zusammen mit den Absolvent*innen der Bachelorstudiengänge Public Relations und Journalistik sowie des Masterstudiengangs Kommunikationsmanagement den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums.

Bereits zum zehnten Mal wird der Studiengang BVM 2019 angeboten. 2009 als dualer Studiengang gestartet wurde er 2015 erfolgreich in ein Vollzeitangebot umgewandelt. „Auf 35 Studienplätze haben wir im ersten Jahr des Vollzeitstudiengangs über 1.200 Bewerbungen erhalten. Auch in den darauffolgenden Jahren war die Anzahl der Bewerbungen sehr hoch, so dass der BVM zu den am meisten nachgefragten Studiengängen der Hochschule Hannover gehört“, freut sich Studiengangskoordinatorin Prof. Dr. Isabelle Thilo.

Die Absolvent*innen schauen nach sieben Fachsemestern und 210 Credits auf eine breit gefächerte, fundierte Ausbildung in den Bereichen BWL/VWL, Marketing sowie Veranstaltungskonzeption- und technik zurück. Sie haben Organisationskompetenz erworben, sind kreativ und können selbstständig Ideen und Konzepte entwickeln und umsetzen. Gleichzeitig sind sie kommunikativ und teamfähig. Praxiserfahrung haben sie in ihrer Praxisphase im dritten Semester sowie in zahlreichen Praxisprojekten während des Studiums gesammelt.

„Das Studium an der Hochschule Hannover hat mir eine solide Grundlage für mein Berufsleben gegeben – ein toller Mix aus Theorie und Praxis. Im Rahmen meiner ersten Anstellung organisiere ich u. a. Netzwerkveranstaltungen und Workshops und bin außerdem für die Entwicklung weiterer Veranstaltungskonzepte zuständig. Etwas Besseres kann ich mir für mich gar nicht vorstellen!“, schwärmt die Absolventin Meike Herbst auf der Abschlussfeier. Sie hatte neben ihrem Abschluss und ihrem erfolgreichen Berufsstart einen weiteren Grund zum Feiern: Sie wurde für ihre hervorragende Bachelorarbeit „Einsatz von Incentive-Veranstaltungen als Instrument der Mitarbeitermotivation“ und den besten Studienabschluss dieses Jahrgangs ausgezeichnet und mit einem Preis geehrt. (Okt.19/it)

Wahlschwerpunkt Messen, Ausstellungen und Kongresse besucht infa

Exkursion: Wahlschwerpunkt Messen, Ausstellungen und Kongresse besucht infa

In robuster Verfassung im schwierigen Markt für Einkaufs- und Erlebnismessen präsentiert sich seit vielen Jahren die infa. Die Einkaufs- und Erlebnismesse, die von Fachausstellungen Heckmann in Hannover auf dem Gelände der Deutschen Messe AG realisiert wird, ist die nationale Leitveranstaltung in ihrem Bereich und Maßstab für viele andere, die sich an ähnlichen Projekten versuchen. Die aktuelle Auflage der infa endete nun sogar mit einem Besucherplus. Insgesamt kamen 180.000 Menschen an den neun Veranstaltungstagen auf das Messegelände.

Im Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover werden im Wahlschwerpunkt Messen, Ausstellungen und Kongresse die Märkte und Akteure dieses Bereichs genauer untersucht. Was etwa sind Erfolgskriterien von Messen und Ausstellungen, wie gelingt die Ansprache der Zielgruppen, und was genau macht eine Einkaufsmesse zu einer Erlebnismesse? Im Rahmen einer Exkursion trafen sich die Studierenden des Wahlschwerpunktes unter der Leitung von Prof. Dr. Gernot Gehrke auf der infa mit Carola Schwennsen, Geschäftsführerin von Fachausstellungen Heckmann, die als GmbH eine 100%-Tochter der Deutschen Messe AG ist. In einer kurzen Einführung erläuterte Schwennsen das Format und die besonderen Herausforderungen, die mit der Realisierung verbunden sind, ehe die Studierenden einen analytischen Blick auf die infa warfen.

"Gespräche mit den wichtigen Vertreterinnen der Veranstaltungswirtschaft sind ebenso wie die Gelegenheit zum tatsächlichen Besuch von theoretisch betrachteten und analysierten Veranstaltungsformaten essentielle Elemente von erfolgreicher hochschulgebundener Lehre, die auf eine Tätigkeit in der Veranstaltungswirtschaft vorbereiten will", so Prof. Dr. Gernot Gehrke, Professor für Management und Marketing in der Veranstaltungswirtschaft. "Ohne die Bereitschaft zum Dialog und zum Austausch wäre unsere Lehre deutlich ärmer. Deshalb sind wir für diese Gelegenheiten besonders dankbar." Der Dialog über die infa wird kurz vor Weihnachten im Seminar fortgesetzt. Dann präsentieren die Studierenden ihre Analyseergebnisse der Geschäftsführerin Carola Schwennsen.

BVM-Praxisprojekte Jahrgang 19 - (c) Lena Buchholz

Von wegen Anfänger*innen: BVM 1 startet mit vier Projekten ins Studium

Die neuen Erstsemester*innen im Bachelorstudiengang Veranstaltungsmanagement (BVM) starten mit vier Praxisprojekten ins Studium. Von Anfang an bietet sich den Studierenden, die im Wintersemester 18/19 das Studium aufgenommen haben, die Möglichkeit, an hochkarätigen, realen Projekten mitzuwirken, um die erlernte Theorie mit der Praxis zu vergleichen und sie direkt in der Praxis anzuwenden.

Für das Wintersemester 19/20 konnte der Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover die Deutsche Messe AG, den Open Space Hannover e.V., das internationale Netzwerk ETHO, und die Vincentz Network GmbH für eine Kooperation gewinnen. „Wir sind stolz, mit diesen Partnern zusammenarbeiten zu dürfen und freuen uns über das Vertrauen, das diese Zusammenarbeit ermöglicht. Für die Studierenden bietet sich im Austausch mit realen Partnern und echten Projekten maximale Lernmöglichkeiten“, so Prof. Dr. Isabelle Thilo und Prof. Dr. Gernot Gehrke, die für das Modul Praxisprojekte im Studiengang verantwortlich sind. „Mit David Lampe (Musikland Niedersachsen gGmbH), Carolin Pauly (Vincentz Network GmbH), Maik-Fabian Goslar (Niedersächsisches Staatstheater GmbH) und Hannelore Herz (Herz Marketing) haben wir außerdem Projektleitende auf Seiten der Hochschule als Lehrbeauftragte, die ihre langjährige Praxiserfahrung in die Lehre einfließen lassen können.“

In Kooperation mit der Deutsche Messe AG kann ein Teil der Studierenden an den Vorbereitungen der neuen Messe Halal Hannover mitwirken, die 2020 erstmals und in Hannover stattfindet. Die neue Messe für Halal-Produkte soll Zentrum für Halal-konforme Lebensmittel, Produkte und Dienstleistungen sowie Plattform für Hersteller, Großhändler und Dienstleister sein. Mit "halal" werden Dinge oder Handlungen bezeichnet, die aus islamischer Sicht erlaubt sind. Das bedeutet auch die Einhaltung von islamischen Speisevorschriften. Zum Beispiel gilt Fleisch von Hühnern, Rindern und Schafen als halal. Schweinefleisch, nicht regelgerecht geschlachtete Tiere sowie Alkohol und Drogen hingegen gelten als verboten – also "haram".

Als Teil der Leitmesse Altenpflege realisiert Vincentz Network GmbH das Forum #MeetUp: Dein Leben. Dein Beruf. mit Jobbörse, Aktionsbühne und Beratungsbereich soll es Anlaufstelle für alle sein, die eine Karriere in der Pflegebranche anstreben. Wer eine geeignete Ausbildungsstelle sucht, in einen Pflegeberuf wechseln möchte, in der Branche durchstarten oder sich in seinem Beruf weiterentwickeln will, soll hier eine Anlaufstelle finden.

Der Open Space Hannover e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der mit dem OSCO auf dem PLATZprojekt eine neue Art von Veranstaltungsort ausprobiert: Nicht die Betreiber entscheiden über das Programm sondern die Besucher*innen! Ob Musik, Theater, Lesungen, Workshops, Kunst oder andere Nutzungsformen – das OSCO ist vielseitig und soll Raum für Experimente bieten. Vor allem sollen Formate unterstützt werden, die es sonst schwer haben, einen passenden Ort zu finden.

Das Netzwerk ETHO umfasst Werkstattmitarbeiter*innen, Leiter*innen, Studioleiter*innen, Mitarbeiter*innen und Werkstattmanager*innen aus ganz Europa. Gegründet wurde dieses Netzwerk von Werkstattleiter*innen aus den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien. Der Fokus liegt bis heute dabei auf Design und Kunsthochschulen. Das in Hannover geplante Treffen soll als Workshop nun nicht nur dem Austausch dienen, sondern auch dem Präsentieren der eigenen Ideen und Erfahrungen. Geplante Projekte können genauso wie schon begonnene oder abgeschlossene präsentiert werden.

Praxisprojekte spielen im BVM-Curriculum eine wichtige Rolle. Projektgeber können sowohl Vereine, Institutionen als auch Unternehmen sein. Weil in jedem Jahr bis zu acht neue Praxisprojekte beginnen, ist der Studiengang für Angebote zur Kooperation dankbar. Als Projekte sind Entwicklungsvorhaben ebenso denkbar wie Planung, Realisierung oder Nachbereitung. Vorschläge dafür können von interessierten Unternehmen und Organisationen an Prof. Dr. Isabelle Thilo und/oder Prof. Dr. Gernot Gehrke gerichtet werden.

Wahlschwerpunkt „Kunst und Kultur“ zu Besuch bei Dr. Gesa Schönermark von der Stiftung Niedersachsen

Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Veranstaltungsmanagement vertiefen vom 5. bis 7. Semester ihre Kenntnisse innerhalb unterschiedlicher Wahlschwerpunkte. Im Seminar "Kunst und Kultur", unter der Leitung von Gunnar Geßner und David Lampe, stand während des zurückliegenden Halbjahrs die Arbeit von Akteur*innen dieses Bereichs im Fokus. So wurden in der Staatsoper Hannover, im Kulturzentrum Pavillon, im GOP Varieté sowie in der Kestner Gesellschaft Interviews geführt. Anselm Cybinski, der neue Intendant der Niedersächsischen Musiktage, besuchte die Hochschule Hannover für ein Expertengespräch und auch die Kulturförderung wurde thematisiert. 

In diesem Kontext begrüßte Dr. Gesa Schönermark die Studierenden in den Räumen der Stiftung Niedersachsen im Künstlerhaus Hannover. Für die Projektförderung der Bereiche Musik, Literatur, Bildung und Wissenschaft zuständig, bot die Gastgeberin im Verlauf des Interviews weitreichende Einblicke in ihre Arbeit.

Die Stiftung Niedersachsen wurde 1986 als Verein gegründet und 1987 in eine Stiftung umgewandelt. Sie verfügt mittlerweile über ein Kapitalvermögen von 62 Millionen Euro. Zuwendungen des Landes entstammen mit vier Millionen Euro aus dem Aufkommen der Glücksspielabgabe. Zum Vergleich: Der Bereich Sport erhält 27 Millionen Euro. 

Die Studierenden erhielten einen Überblick über die aktuell wichtigsten Projekte der Stiftung. Von den geförderten Bereichen Musik, Literatur, Bildung, Wissenschaft, Theater und Soziokultur sowie Museen und Kunst hat der Bereich Musik momentan die meisten Projekte zu verzeichnen. Hierzu zählt der "Internationale Joseph Joachim Violinenwettbewerb", der weltweite Aufmerksamkeit erfuhr. Auch Musikland Niedersachsen wird von der Stiftung unterstützt. Ein weiteres spannendes Projekt bildet der Studiengang "musik.welt – kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung", der gemeinsam mit der Stiftung Universität Hildesheim ins Leben gerufen wurde. Dieser fokussiert sich auf nichteuropäische Musiktradition und Menschen mit Migrationshintergrund. 

Auch das Thema Digitalisierung wird von der Stiftung Niedersachsen aufgegriffen und innerhalb des operativen Projektes "LINK - künstliche Intelligenz in Kunst und Kulturbehandelt. In diesem Rahmen steht die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen, Unternehmen und Kulturschaffenden in Form von Workshops und Vorträgen im Mittelpunkt.

Abschließend stellte sich den zukünftigen Veranstaltungsmanager*innen die Frage nach potenziellen Berufschancen in der Stiftungsarbeit. Frau Dr. Schönermark erläuterte das vielfältige Anforderungsprofil der Stiftung Niedersachsen. Fachkompetenz in jeder Sparte, Kenntnisse in Recht und Verwaltungswesen sowie betriebswirtschaftliches Wissen werden erwartet. Außerdem sollten die Bewerber*innen über ein eigenes Netzwerk verfügen, reichlich Berufserfahrung mitbringen und generell ein absolutes Multitalent sein. Das Gespräch mit Dr. Gesa Schönermark wurde als sehr informativ wahrgenommen und bot den Studierenden wertvolle Erkenntnisse zur möglichen Arbeit im weiten Feld der Kunst und Kultur.

Ein Beitrag von Anastasiia Svitla und Rebecca Drude-Strauß

Foto: Lynn Westenberger

Internationales EVENT EDUCATION FESTIVAL – Theorie, Praxis und Ausbildung in der Veranstaltungswirtschaft

Am 20. und 21. Juni 2019 treffen sich im Design Center der Hochschule Hannover nationale und internationale Profis aus Theorie und Praxis mit Studierenden und Auszubildenden zum Thema Event Education. Die Veranstaltung ist gleichzeitig das Multiplier Event im ERASMUS+ Projekt InVent, in dem der Studiengang BVM mit Partnern aus Lettland, Spanien, Großbritannien und Slowenien kooperiert.

Die Gäste erwarten Keynotes, Forschungsergebnisse, Workshops, Science-Slams, viele Diskussions-Formate, Musik, Pecha Kuchas und ein Get-Together mit Networking. Inhaltlich geht es um aktuelles und zukünftiges Event Know-How, Ausbildungsinhalte, Chancen für Quereinsteiger, praxisorientiertes Lernen und Erfahrungsaustausch, Karrierewege u.v.m. Dazu tragen Event Professionals, Studierende, Auszubildende und Lehrende aus dem In- und Ausland bei.

Alle weiteren Informationen zum dem Event Education Festival finden Sie hier.
 

Wahlschwerpunkt „Hotel & Tourismus“ auf Exkursion in Berlin

Unterschiedliche Hotelkonzepte kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen – mit diesem Ziel reisten die Studierenden des Wahlschwerpunkts „Hotel & Tourismus“ im Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Thilo am 25.04.19 nach Berlin. 

Der Tag der 19-köpfigen Gruppe startete im Estrel Hotel, Deutschlands größtem Kongress- und Tagungshotel. Gemeinsam mit zwei Estrel-Mitarbeiter(innen) besichtigten die Studierenden die Räumlichkeiten des Hotels sowie des großflächigen Messe- und Tagungsbereichs. Sie erhielten dabei viele Informationen und tiefe Einblicke zu der Arbeit, den Abläufen und den Herausforderungen in dem in seiner Form einmaligen Hotel in Deutschland. 

Im Anschluss stand das Moxy Berlin am Ostbahnhof auf dem Programm, das den Studierenden einen anderen Blickwinkel auf moderne Hotelkonzepte ermöglichte. Mit seinem hippen Design und legerem Umgang hebt sich das Moxy, das zur Marriott-Gruppe gehört, von konventionellen Hotelmarken ab. Unter dem Motto „We dare to break rules“ sorgt die junge „Crew“ des Moxy dafür, dass die Gäste nach ihrer Aussage nicht nur glücklich sind, sondern sich auch zu Hause fühlen. In lockerer Runde erhielten die Studierenden neben praxisnahen Einblicken in die Philosophie und die Umsetzung des Konzepts der Hotelmarke viele relevante Informationen und hilfreiche Denkanstöße für ihr weiteres Studium. 

Auch der letzte Programmpunkt, das 25hours Hotel Bikini Berlin, begeisterte die Studierenden und beeindruckte durch ein außergewöhnliches und aufwändiges Design in den Zimmern sowie den öffentlichen Räumen. So konnte die Gruppe, wie auch die Hotelgäste, in jeder Ecke etwas Neues entdecken – von der Hängematte neben der Rezeption bis zum Panoramablick in das Affengehege des naheliegenden Zoos. Den Aufenthalt zum Erlebnis machen; dies setzt das 25hours auch mit zahlreichen Kooperation mit angesagten Markenprodukten um, die den Gästen während ihres Aufenthalts zur Verfügung stehen. 

Fazit des langen Tages: „Dank der Einblicke in die doch sehr unterschiedlichen Hotelkonzepte konnten wir unser theoretisches Wissen auf die Praxis übertragen und Eindrücke gewinnen, wie die Hotellerie aktuell moderne und an Trends angepasste Konzepte betreibt.

Erfahrungsaustausch rund um das Praxissemester im BVM „Prakti-Café"

Am 05. April war es wieder so weit: Die Studierenden des 4. Fachsemesters im Bachelorstudiengang Veranstaltungsmanagement luden zum Praxisphasenaustausch in den Planet MID, Expo Plaza 4 ein. Adressaten des Events waren - wie auch in den Jahren zuvor - das 2. Fachsemester, deren einsemestrige Praxisphase unmittelbar bevorsteht. Die Planung und Umsetzung des Praxisphasenaustauschs liegt dabei komplett in den Händen des jeweiligen 4. Fachsemesters. Und in diesem Jahr legten sich die Studierenden ganz besonders ins Zeug, um dem nachfolgenden Jahrgang hilfreiche Informationen und Tipps zur Suche, Auswahl und Bewerbung von Praktika im Veranstaltungsbereich zu geben. 

Dabei standen auch das gegenseitige Kennenlernen und der persönliche Austausch im Fokus. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung begann das eigentliche „Prakti-Café“, dessen Name sich von dem partizipativen Veranstaltungsformat World Café ableitet, im angrenzenden Forum Planet. An verschiedenen, mit Stellwänden versehenen Stationen konnten sich die Teilnehmenden über die Praktika in den unterschiedlichsten Unternehmen und Bereichen der Veranstaltungsbranche informieren. Diese wurden dann in einer Art Speed-Dating an fünf Tischen von den jeweiligen Studierenden genauer vorgestellt. So erhielten die angehenden Praktikanten einen guten Überblick über die Tätigkeitsbereiche, Aufgaben und Erfahrungen während der Praxisphase. Nach einer kurzen Pause mit Getränken und Snacks folgte ein Get-together zwischen den zwei Jahrgängen, bei dem in entspannter Atmosphäre Gespräche vertieft und offene Fragen beantwortet werden konnten. 

Am Ende der Veranstaltung waren alle Beteiligte einschließlich der ebenfalls geladenen Dozentinnen und Dozenten des Studiengangs mit dem Ergebnis zufrieden. Practi-Café: ein schönes Format, um Informationen zu vermitteln, Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und – so ganz nebenbei – Lehrinhalte selbstständig in die Praxis umzusetzen.

EXPO 2000 - Martin Näwig mit Blick zurück nach vorn

Jubiläum feiert die EXPO 2000 zwar erst im kommenden Jahr. Weil aber allerorten von erlebnisorientierten Veranstaltungsangeboten die Rede ist, die Festivalcharakter haben, war Martin Näwig auf Einladung von Prof. Dr. Gernot Gehrke zu einem Gastvortrag nach Hannover gekommen, um für die Studierenden des Studiengangs Veranstaltungsmanagement (Semester 4 und 6) einen Blick zurück nach vorn auf die EXPO 2000 zu werfen. Denn: Festivalisierte Veranstalungsangebote sind gerade im Bereich Ausstellungen keine neue Erfindung.

Martin Näwig war einer der Leiter des Bereichs Ausstellungen im Deutschen Pavillon der EXPO 2000, der mit rund 6 Millionen Besucherinnen und Besuchern zu den bestbesuchten der ersten Weltausstellung in Deutschland zählte. Näwig nahm die Studierenden mit auf eine Reise durch die Geschichte der Weltausstellungen, warf einen ausführlichen Blick auf die EXPO 2000 mit ihren ganz besonderen Rahmenbedingungen und endete mit einem Ausblick auf die kommenden Weltausstellungen in Dubai (2020) und Osaka (2025).

Nach dem Vortrag wurden im Rahmen eines Spaziergangs über das einstige EXPO-Gelände, das heute für viele Studierenden der Hochschule Hannover Campus ist, die Überbleibsel der Weltausstellung in Augenschein genommen. "Für unsere heutigen Studierenden ist Martin Näwig Zeitzeuge, gleichzeitig aber eben auch Veranstaltungsprofi, der in der Branche geblieben ist und seinen Erfahrungsschatz teilt. Für unser Studienangebot sind solche Gastvorträge ein spannende Bereicherung," so Prof. Dr. Gernot Gehrke.

Trends erkennen - Zukunft gestalten - Neues Themenheft von degefest

Unter dem Titel Trends erkennen - Zukunft gestalten ist jetzt die neue Ausgabe der degefest-Themenreihe erschienen. Der Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft führt in dem Heft die Diskussion weiter, die auf der Jahrestagung des Verbandes im Sommer 2018 begonnen wurde. Zu den Autorinnen und Autoren des Heftes gehören u.a. Prof. Dr. Kim Werner, Prof. Dr. Lothar Winnen, Melanie Jauken und Prof. Dr. Gernot Gehrke. Prof. Dr. Gehrke gehört zum Wissenschatlichen Beirat des degefest e.V. Seine Beiträge im Heft beschäftigen sich mit den Themen Diversität und Personalentwicklung in der MICE-Branche. 

Während „Diversity Management“ ursprünglich der US-amerikanischen Gleichstellungsdiskussion entstammt, hat es sich unterdessen zu einem "betriebswirtschaftlichen Instrument weiterentwickelt, das nicht mehr allein ethischen Forderungen und moralischer Verantwortung entspringt, sondern ebenso durch ökonomische Überlegungen Begründung findet" (Süß, Klein 2006: 1). Gehrke beschreibt mögliche Entwicklungslinien für die MICE-Branche.

Welcher Personalentwicklungsbedarf sich aus den derzeit viel diskutierten Trends im Einzelnen mit Blick auf Knowledge, Skills und Attitudes ableiteten, muss jedes Unternehmen selbst bestimmen, indem es im Rahmen einer Analyse der eigenen Personalressourcen feststellt, was tatsächlich gekannt und gekonnt wird und mit welchen Einstellungen an der Umsetzung gearbeitet wird. In seinem Beitrag gibt Gehrke Beispiele für die relevanten Trends und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Digitale Transformation in der MICE Branche

Das Buch "Digitale Transformation in der MICE-Branche" präsentiert eine Sammlung von Beiträgen - von der Praxis und für die Praxis -, die Professor Stefan Luppold als Herausgeber zusammengestellt hat. In dem Band sind Beiträge vereint, die die Autorinnen und Autoren bei der Summer University, einem Symposium des Studiengangs BWL-Messe-, Kongress- und Eventmanagement an der DHBW Ravensburg, vorgetragen und mit den Teilnehmern diskutiert haben. Der Band ist damit kein klassisches Fachbuch. Vielmehr sollen die Beiträge der Branchenexperten zum Thema Digitale Transformation anregen, inspirieren und den Blick schärfen für die unterschiedlichen Aspekte. Bei der Summer University des Studiengangs werden regelmäßig aktuelle Themen der Branche diskutiert. Zu den Autoren zählt auch Professor Dr. Gernot Gehrke, der Ergebnisse seiner Forschungsprojekte beisteuert und über Human Ressource-Herausforderungen für die MICE-Branche schreibt.