Von besonderen Erlebnissen, inspirierenden Zusammentreffen und persönlichen Herausforderungen: 58th ICCA Congress Houston

Amazing – dieser Ausdruck beschreibt den 58. ICCA Congress in Houston für uns am treffendsten. Es ist nicht nur das Wort, das an den drei Kongresstagen wahrscheinlich am häufigsten gefallen ist, der ICCA Congress ist es auch wirklich gewesen: beeindruckend und überwältigend. Vom 27. – 30. Oktober 2019 haben wir ein kleines Abenteuer erfahren; in einer Parallelwelt gelebt, in der internationales Networking die Königsdisziplin ist. Als zwei von insgesamt 16 studentischen Stipendiat*innen haben wir von der ICCA, der International Congress and Convention Association, die Gelegenheit bekommen, internationale Größen der MICE-Industrie zu treffen, begeisternde Redner zu hören und als Gast an einem großen partizipativen Veranstaltungsformat teilzunehmen. Als Prosumentinnen haben wir über Experience Design und anstehende Herausforderungen gesprochen, die mit ökologischer Nachhaltigkeit und technischen Fortentwicklungen einhergehen. Wir konnten unser Wissen in den Bereichen Marketing, Customer Behaviour sowie der Zukunft der Tourismuswirtschaft erweitern, haben debattiert und uns über den individuellen Status Quo der Länder ausgetauscht. Es war spannend zu sehen, dass die meisten Themen von globaler Bedeutung sind, die verschiedenen Nationen mitunter allerdings unterschiedlichste Ansätze verfolgen, damit umzugehen. Aufgebaut war der Kongress eigentlich, wie es im Buche steht: Morgens ein motivierender Redner für alle Teilnehmer*innen, mittags und nachmittags individuell wählbare Sessions und Networkingangebote und abends dann das Spaßprogramm – vom RooftopEvent über einen rustikalen Spieleabend bis hin zur Halloween-Party ist für jeden Geschmack etwas dabei gewesen. Ganz im Texas-Style beherrschen wir nun den Line Dance – zumindest ein wenig –, konnten Kontakte knüpfen, die uns vielleicht für unsere berufliche Zukunft, mindestens aber für unseren ganz persönlichen Werdegang beeinflussen werden und haben auf fachlicher Ebene viel gelernt. Von den Möglichkeiten partizipativer Programmplanung über neueste technische Innovationen, wie den Einsatz von VR oder Robotern, bis hin zu der Art, wie branchenexterne Redner ihr Publikum mitreißen und begeistern können, die Bereiche waren vielfältig. Wir sind dankbar für die einmalige Möglichkeit, an einem für unsere Branche so bedeutenden Kongress teilgenommen haben zu dürften und möchten alle BVM-Studierenden motivieren, sich für das kommende Jahr in Taipei zu bewerben.

Pepa Kern und Katharina Mügge

Die BVM-Studierenden Pepa Kern und Katharina Mügge in Houston beim ICCA-Kongress
Glückliche Absolvent*innen mit Studiendekanin und Lehrenden (von links): BVM Studiengangskoordinatorin Prof. Dr. Isabelle Thilo, Studiendekanin Prof. Dorothee Weinlich, Prof. Dr. Gernot Gehrke, Nils Quentin, Markus Hüfler, Meike Herbst, Melanie Wirth, Nadine Großkreuz, Marina Vogt, Meike Schindler, Soreen Ude, LfbA Kerstin Bolm (c) Lena Buchholz

Bestanden! Absolvent*innen des Vollzeitstudienganges Bachelor Veranstaltungsmanagement verabschiedet

Angefangen haben sie im Wintersemester 2015. Am 25. Oktober 2019 wurden die ersten Absolvent*innen des Vollzeitstudiengangs Bachelor Veranstaltungsmanagement (BVM) verabschiedet. Im Rahmen der Abschlussfeier der Lehreinheit Kommunikation feierten sie im Planet M zusammen mit den Absolvent*innen der Bachelorstudiengänge Public Relations und Journalistik sowie des Masterstudiengangs Kommunikationsmanagement den erfolgreichen Abschluss ihres Studiums.

Bereits zum zehnten Mal wird der Studiengang BVM 2019 angeboten. 2009 als dualer Studiengang gestartet wurde er 2015 erfolgreich in ein Vollzeitangebot umgewandelt. „Auf 35 Studienplätze haben wir im ersten Jahr des Vollzeitstudiengangs über 1.200 Bewerbungen erhalten. Auch in den darauffolgenden Jahren war die Anzahl der Bewerbungen sehr hoch, so dass der BVM zu den am meisten nachgefragten Studiengängen der Hochschule Hannover gehört“, freut sich Studiengangskoordinatorin Prof. Dr. Isabelle Thilo.

Die Absolvent*innen schauen nach sieben Fachsemestern und 210 Credits auf eine breit gefächerte, fundierte Ausbildung in den Bereichen BWL/VWL, Marketing sowie Veranstaltungskonzeption- und technik zurück. Sie haben Organisationskompetenz erworben, sind kreativ und können selbstständig Ideen und Konzepte entwickeln und umsetzen. Gleichzeitig sind sie kommunikativ und teamfähig. Praxiserfahrung haben sie in ihrer Praxisphase im dritten Semester sowie in zahlreichen Praxisprojekten während des Studiums gesammelt.

„Das Studium an der Hochschule Hannover hat mir eine solide Grundlage für mein Berufsleben gegeben – ein toller Mix aus Theorie und Praxis. Im Rahmen meiner ersten Anstellung organisiere ich u. a. Netzwerkveranstaltungen und Workshops und bin außerdem für die Entwicklung weiterer Veranstaltungskonzepte zuständig. Etwas Besseres kann ich mir für mich gar nicht vorstellen!“, schwärmt die Absolventin Meike Herbst auf der Abschlussfeier. Sie hatte neben ihrem Abschluss und ihrem erfolgreichen Berufsstart einen weiteren Grund zum Feiern: Sie wurde für ihre hervorragende Bachelorarbeit „Einsatz von Incentive-Veranstaltungen als Instrument der Mitarbeitermotivation“ und den besten Studienabschluss dieses Jahrgangs ausgezeichnet und mit einem Preis geehrt. (Okt.19/it)

Wahlschwerpunkt Messen, Ausstellungen und Kongresse besucht infa

Exkursion: Wahlschwerpunkt Messen, Ausstellungen und Kongresse besucht infa

In robuster Verfassung im schwierigen Markt für Einkaufs- und Erlebnismessen präsentiert sich seit vielen Jahren die infa. Die Einkaufs- und Erlebnismesse, die von Fachausstellungen Heckmann in Hannover auf dem Gelände der Deutschen Messe AG realisiert wird, ist die nationale Leitveranstaltung in ihrem Bereich und Maßstab für viele andere, die sich an ähnlichen Projekten versuchen. Die aktuelle Auflage der infa endete nun sogar mit einem Besucherplus. Insgesamt kamen 180.000 Menschen an den neun Veranstaltungstagen auf das Messegelände.

Im Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover werden im Wahlschwerpunkt Messen, Ausstellungen und Kongresse die Märkte und Akteure dieses Bereichs genauer untersucht. Was etwa sind Erfolgskriterien von Messen und Ausstellungen, wie gelingt die Ansprache der Zielgruppen, und was genau macht eine Einkaufsmesse zu einer Erlebnismesse? Im Rahmen einer Exkursion trafen sich die Studierenden des Wahlschwerpunktes unter der Leitung von Prof. Dr. Gernot Gehrke auf der infa mit Carola Schwennsen, Geschäftsführerin von Fachausstellungen Heckmann, die als GmbH eine 100%-Tochter der Deutschen Messe AG ist. In einer kurzen Einführung erläuterte Schwennsen das Format und die besonderen Herausforderungen, die mit der Realisierung verbunden sind, ehe die Studierenden einen analytischen Blick auf die infa warfen.

"Gespräche mit den wichtigen Vertreterinnen der Veranstaltungswirtschaft sind ebenso wie die Gelegenheit zum tatsächlichen Besuch von theoretisch betrachteten und analysierten Veranstaltungsformaten essentielle Elemente von erfolgreicher hochschulgebundener Lehre, die auf eine Tätigkeit in der Veranstaltungswirtschaft vorbereiten will", so Prof. Dr. Gernot Gehrke, Professor für Management und Marketing in der Veranstaltungswirtschaft. "Ohne die Bereitschaft zum Dialog und zum Austausch wäre unsere Lehre deutlich ärmer. Deshalb sind wir für diese Gelegenheiten besonders dankbar." Der Dialog über die infa wird kurz vor Weihnachten im Seminar fortgesetzt. Dann präsentieren die Studierenden ihre Analyseergebnisse der Geschäftsführerin Carola Schwennsen.

BVM-Praxisprojekte Jahrgang 19 - (c) Lena Buchholz

Von wegen Anfänger*innen: BVM 1 startet mit vier Projekten ins Studium

Die neuen Erstsemester*innen im Bachelorstudiengang Veranstaltungsmanagement (BVM) starten mit vier Praxisprojekten ins Studium. Von Anfang an bietet sich den Studierenden, die im Wintersemester 18/19 das Studium aufgenommen haben, die Möglichkeit, an hochkarätigen, realen Projekten mitzuwirken, um die erlernte Theorie mit der Praxis zu vergleichen und sie direkt in der Praxis anzuwenden.

Für das Wintersemester 19/20 konnte der Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover die Deutsche Messe AG, den Open Space Hannover e.V., das internationale Netzwerk ETHO, und die Vincentz Network GmbH für eine Kooperation gewinnen. „Wir sind stolz, mit diesen Partnern zusammenarbeiten zu dürfen und freuen uns über das Vertrauen, das diese Zusammenarbeit ermöglicht. Für die Studierenden bietet sich im Austausch mit realen Partnern und echten Projekten maximale Lernmöglichkeiten“, so Prof. Dr. Isabelle Thilo und Prof. Dr. Gernot Gehrke, die für das Modul Praxisprojekte im Studiengang verantwortlich sind. „Mit David Lampe (Musikland Niedersachsen gGmbH), Carolin Pauly (Vincentz Network GmbH), Maik-Fabian Goslar (Niedersächsisches Staatstheater GmbH) und Hannelore Herz (Herz Marketing) haben wir außerdem Projektleitende auf Seiten der Hochschule als Lehrbeauftragte, die ihre langjährige Praxiserfahrung in die Lehre einfließen lassen können.“

In Kooperation mit der Deutsche Messe AG kann ein Teil der Studierenden an den Vorbereitungen der neuen Messe Halal Hannover mitwirken, die 2020 erstmals und in Hannover stattfindet. Die neue Messe für Halal-Produkte soll Zentrum für Halal-konforme Lebensmittel, Produkte und Dienstleistungen sowie Plattform für Hersteller, Großhändler und Dienstleister sein. Mit "halal" werden Dinge oder Handlungen bezeichnet, die aus islamischer Sicht erlaubt sind. Das bedeutet auch die Einhaltung von islamischen Speisevorschriften. Zum Beispiel gilt Fleisch von Hühnern, Rindern und Schafen als halal. Schweinefleisch, nicht regelgerecht geschlachtete Tiere sowie Alkohol und Drogen hingegen gelten als verboten – also "haram".

Als Teil der Leitmesse Altenpflege realisiert Vincentz Network GmbH das Forum #MeetUp: Dein Leben. Dein Beruf. mit Jobbörse, Aktionsbühne und Beratungsbereich soll es Anlaufstelle für alle sein, die eine Karriere in der Pflegebranche anstreben. Wer eine geeignete Ausbildungsstelle sucht, in einen Pflegeberuf wechseln möchte, in der Branche durchstarten oder sich in seinem Beruf weiterentwickeln will, soll hier eine Anlaufstelle finden.

Der Open Space Hannover e.V. ist ein gemeinnütziger Verein, der mit dem OSCO auf dem PLATZprojekt eine neue Art von Veranstaltungsort ausprobiert: Nicht die Betreiber entscheiden über das Programm sondern die Besucher*innen! Ob Musik, Theater, Lesungen, Workshops, Kunst oder andere Nutzungsformen – das OSCO ist vielseitig und soll Raum für Experimente bieten. Vor allem sollen Formate unterstützt werden, die es sonst schwer haben, einen passenden Ort zu finden.

Das Netzwerk ETHO umfasst Werkstattmitarbeiter*innen, Leiter*innen, Studioleiter*innen, Mitarbeiter*innen und Werkstattmanager*innen aus ganz Europa. Gegründet wurde dieses Netzwerk von Werkstattleiter*innen aus den Niederlanden, der Schweiz und Großbritannien. Der Fokus liegt bis heute dabei auf Design und Kunsthochschulen. Das in Hannover geplante Treffen soll als Workshop nun nicht nur dem Austausch dienen, sondern auch dem Präsentieren der eigenen Ideen und Erfahrungen. Geplante Projekte können genauso wie schon begonnene oder abgeschlossene präsentiert werden.

Praxisprojekte spielen im BVM-Curriculum eine wichtige Rolle. Projektgeber können sowohl Vereine, Institutionen als auch Unternehmen sein. Weil in jedem Jahr bis zu acht neue Praxisprojekte beginnen, ist der Studiengang für Angebote zur Kooperation dankbar. Als Projekte sind Entwicklungsvorhaben ebenso denkbar wie Planung, Realisierung oder Nachbereitung. Vorschläge dafür können von interessierten Unternehmen und Organisationen an Prof. Dr. Isabelle Thilo und/oder Prof. Dr. Gernot Gehrke gerichtet werden.

Wahlschwerpunkt „Kunst und Kultur“ zu Besuch bei Dr. Gesa Schönermark von der Stiftung Niedersachsen

Die Studierenden des Bachelorstudiengangs Veranstaltungsmanagement vertiefen vom 5. bis 7. Semester ihre Kenntnisse innerhalb unterschiedlicher Wahlschwerpunkte. Im Seminar "Kunst und Kultur", unter der Leitung von Gunnar Geßner und David Lampe, stand während des zurückliegenden Halbjahrs die Arbeit von Akteur*innen dieses Bereichs im Fokus. So wurden in der Staatsoper Hannover, im Kulturzentrum Pavillon, im GOP Varieté sowie in der Kestner Gesellschaft Interviews geführt. Anselm Cybinski, der neue Intendant der Niedersächsischen Musiktage, besuchte die Hochschule Hannover für ein Expertengespräch und auch die Kulturförderung wurde thematisiert. 

In diesem Kontext begrüßte Dr. Gesa Schönermark die Studierenden in den Räumen der Stiftung Niedersachsen im Künstlerhaus Hannover. Für die Projektförderung der Bereiche Musik, Literatur, Bildung und Wissenschaft zuständig, bot die Gastgeberin im Verlauf des Interviews weitreichende Einblicke in ihre Arbeit.

Die Stiftung Niedersachsen wurde 1986 als Verein gegründet und 1987 in eine Stiftung umgewandelt. Sie verfügt mittlerweile über ein Kapitalvermögen von 62 Millionen Euro. Zuwendungen des Landes entstammen mit vier Millionen Euro aus dem Aufkommen der Glücksspielabgabe. Zum Vergleich: Der Bereich Sport erhält 27 Millionen Euro. 

Die Studierenden erhielten einen Überblick über die aktuell wichtigsten Projekte der Stiftung. Von den geförderten Bereichen Musik, Literatur, Bildung, Wissenschaft, Theater und Soziokultur sowie Museen und Kunst hat der Bereich Musik momentan die meisten Projekte zu verzeichnen. Hierzu zählt der "Internationale Joseph Joachim Violinenwettbewerb", der weltweite Aufmerksamkeit erfuhr. Auch Musikland Niedersachsen wird von der Stiftung unterstützt. Ein weiteres spannendes Projekt bildet der Studiengang "musik.welt – kulturelle Diversität in der musikalischen Bildung", der gemeinsam mit der Stiftung Universität Hildesheim ins Leben gerufen wurde. Dieser fokussiert sich auf nichteuropäische Musiktradition und Menschen mit Migrationshintergrund. 

Auch das Thema Digitalisierung wird von der Stiftung Niedersachsen aufgegriffen und innerhalb des operativen Projektes "LINK - künstliche Intelligenz in Kunst und Kulturbehandelt. In diesem Rahmen steht die Zusammenarbeit zwischen Wissenschaftler*innen, Unternehmen und Kulturschaffenden in Form von Workshops und Vorträgen im Mittelpunkt.

Abschließend stellte sich den zukünftigen Veranstaltungsmanager*innen die Frage nach potenziellen Berufschancen in der Stiftungsarbeit. Frau Dr. Schönermark erläuterte das vielfältige Anforderungsprofil der Stiftung Niedersachsen. Fachkompetenz in jeder Sparte, Kenntnisse in Recht und Verwaltungswesen sowie betriebswirtschaftliches Wissen werden erwartet. Außerdem sollten die Bewerber*innen über ein eigenes Netzwerk verfügen, reichlich Berufserfahrung mitbringen und generell ein absolutes Multitalent sein. Das Gespräch mit Dr. Gesa Schönermark wurde als sehr informativ wahrgenommen und bot den Studierenden wertvolle Erkenntnisse zur möglichen Arbeit im weiten Feld der Kunst und Kultur.

Ein Beitrag von Anastasiia Svitla und Rebecca Drude-Strauß

Foto: Lynn Westenberger

Internationales EVENT EDUCATION FESTIVAL – Theorie, Praxis und Ausbildung in der Veranstaltungswirtschaft

Am 20. und 21. Juni 2019 treffen sich im Design Center der Hochschule Hannover nationale und internationale Profis aus Theorie und Praxis mit Studierenden und Auszubildenden zum Thema Event Education. Die Veranstaltung ist gleichzeitig das Multiplier Event im ERASMUS+ Projekt InVent, in dem der Studiengang BVM mit Partnern aus Lettland, Spanien, Großbritannien und Slowenien kooperiert.

Die Gäste erwarten Keynotes, Forschungsergebnisse, Workshops, Science-Slams, viele Diskussions-Formate, Musik, Pecha Kuchas und ein Get-Together mit Networking. Inhaltlich geht es um aktuelles und zukünftiges Event Know-How, Ausbildungsinhalte, Chancen für Quereinsteiger, praxisorientiertes Lernen und Erfahrungsaustausch, Karrierewege u.v.m. Dazu tragen Event Professionals, Studierende, Auszubildende und Lehrende aus dem In- und Ausland bei.

Alle weiteren Informationen zum dem Event Education Festival finden Sie hier.
 

Wahlschwerpunkt „Hotel & Tourismus“ auf Exkursion in Berlin

Unterschiedliche Hotelkonzepte kennenzulernen und einen Blick hinter die Kulissen zu werfen – mit diesem Ziel reisten die Studierenden des Wahlschwerpunkts „Hotel & Tourismus“ im Studiengang Veranstaltungsmanagement der Hochschule Hannover unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Thilo am 25.04.19 nach Berlin. 

Der Tag der 19-köpfigen Gruppe startete im Estrel Hotel, Deutschlands größtem Kongress- und Tagungshotel. Gemeinsam mit zwei Estrel-Mitarbeiter(innen) besichtigten die Studierenden die Räumlichkeiten des Hotels sowie des großflächigen Messe- und Tagungsbereichs. Sie erhielten dabei viele Informationen und tiefe Einblicke zu der Arbeit, den Abläufen und den Herausforderungen in dem in seiner Form einmaligen Hotel in Deutschland. 

Im Anschluss stand das Moxy Berlin am Ostbahnhof auf dem Programm, das den Studierenden einen anderen Blickwinkel auf moderne Hotelkonzepte ermöglichte. Mit seinem hippen Design und legerem Umgang hebt sich das Moxy, das zur Marriott-Gruppe gehört, von konventionellen Hotelmarken ab. Unter dem Motto „We dare to break rules“ sorgt die junge „Crew“ des Moxy dafür, dass die Gäste nach ihrer Aussage nicht nur glücklich sind, sondern sich auch zu Hause fühlen. In lockerer Runde erhielten die Studierenden neben praxisnahen Einblicken in die Philosophie und die Umsetzung des Konzepts der Hotelmarke viele relevante Informationen und hilfreiche Denkanstöße für ihr weiteres Studium. 

Auch der letzte Programmpunkt, das 25hours Hotel Bikini Berlin, begeisterte die Studierenden und beeindruckte durch ein außergewöhnliches und aufwändiges Design in den Zimmern sowie den öffentlichen Räumen. So konnte die Gruppe, wie auch die Hotelgäste, in jeder Ecke etwas Neues entdecken – von der Hängematte neben der Rezeption bis zum Panoramablick in das Affengehege des naheliegenden Zoos. Den Aufenthalt zum Erlebnis machen; dies setzt das 25hours auch mit zahlreichen Kooperation mit angesagten Markenprodukten um, die den Gästen während ihres Aufenthalts zur Verfügung stehen. 

Fazit des langen Tages: „Dank der Einblicke in die doch sehr unterschiedlichen Hotelkonzepte konnten wir unser theoretisches Wissen auf die Praxis übertragen und Eindrücke gewinnen, wie die Hotellerie aktuell moderne und an Trends angepasste Konzepte betreibt.

Erfahrungsaustausch rund um das Praxissemester im BVM „Prakti-Café"

Am 05. April war es wieder so weit: Die Studierenden des 4. Fachsemesters im Bachelorstudiengang Veranstaltungsmanagement luden zum Praxisphasenaustausch in den Planet MID, Expo Plaza 4 ein. Adressaten des Events waren - wie auch in den Jahren zuvor - das 2. Fachsemester, deren einsemestrige Praxisphase unmittelbar bevorsteht. Die Planung und Umsetzung des Praxisphasenaustauschs liegt dabei komplett in den Händen des jeweiligen 4. Fachsemesters. Und in diesem Jahr legten sich die Studierenden ganz besonders ins Zeug, um dem nachfolgenden Jahrgang hilfreiche Informationen und Tipps zur Suche, Auswahl und Bewerbung von Praktika im Veranstaltungsbereich zu geben. 

Dabei standen auch das gegenseitige Kennenlernen und der persönliche Austausch im Fokus. Nach einer kurzen Begrüßung und Einführung begann das eigentliche „Prakti-Café“, dessen Name sich von dem partizipativen Veranstaltungsformat World Café ableitet, im angrenzenden Forum Planet. An verschiedenen, mit Stellwänden versehenen Stationen konnten sich die Teilnehmenden über die Praktika in den unterschiedlichsten Unternehmen und Bereichen der Veranstaltungsbranche informieren. Diese wurden dann in einer Art Speed-Dating an fünf Tischen von den jeweiligen Studierenden genauer vorgestellt. So erhielten die angehenden Praktikanten einen guten Überblick über die Tätigkeitsbereiche, Aufgaben und Erfahrungen während der Praxisphase. Nach einer kurzen Pause mit Getränken und Snacks folgte ein Get-together zwischen den zwei Jahrgängen, bei dem in entspannter Atmosphäre Gespräche vertieft und offene Fragen beantwortet werden konnten. 

Am Ende der Veranstaltung waren alle Beteiligte einschließlich der ebenfalls geladenen Dozentinnen und Dozenten des Studiengangs mit dem Ergebnis zufrieden. Practi-Café: ein schönes Format, um Informationen zu vermitteln, Erfahrungen auszutauschen, Kontakte zu knüpfen und – so ganz nebenbei – Lehrinhalte selbstständig in die Praxis umzusetzen.

EXPO 2000 - Martin Näwig mit Blick zurück nach vorn

Jubiläum feiert die EXPO 2000 zwar erst im kommenden Jahr. Weil aber allerorten von erlebnisorientierten Veranstaltungsangeboten die Rede ist, die Festivalcharakter haben, war Martin Näwig auf Einladung von Prof. Dr. Gernot Gehrke zu einem Gastvortrag nach Hannover gekommen, um für die Studierenden des Studiengangs Veranstaltungsmanagement (Semester 4 und 6) einen Blick zurück nach vorn auf die EXPO 2000 zu werfen. Denn: Festivalisierte Veranstalungsangebote sind gerade im Bereich Ausstellungen keine neue Erfindung.

Martin Näwig war einer der Leiter des Bereichs Ausstellungen im Deutschen Pavillon der EXPO 2000, der mit rund 6 Millionen Besucherinnen und Besuchern zu den bestbesuchten der ersten Weltausstellung in Deutschland zählte. Näwig nahm die Studierenden mit auf eine Reise durch die Geschichte der Weltausstellungen, warf einen ausführlichen Blick auf die EXPO 2000 mit ihren ganz besonderen Rahmenbedingungen und endete mit einem Ausblick auf die kommenden Weltausstellungen in Dubai (2020) und Osaka (2025).

Nach dem Vortrag wurden im Rahmen eines Spaziergangs über das einstige EXPO-Gelände, das heute für viele Studierenden der Hochschule Hannover Campus ist, die Überbleibsel der Weltausstellung in Augenschein genommen. "Für unsere heutigen Studierenden ist Martin Näwig Zeitzeuge, gleichzeitig aber eben auch Veranstaltungsprofi, der in der Branche geblieben ist und seinen Erfahrungsschatz teilt. Für unser Studienangebot sind solche Gastvorträge ein spannende Bereicherung," so Prof. Dr. Gernot Gehrke.

Trends erkennen - Zukunft gestalten - Neues Themenheft von degefest

Unter dem Titel Trends erkennen - Zukunft gestalten ist jetzt die neue Ausgabe der degefest-Themenreihe erschienen. Der Verband der Kongress- und Seminarwirtschaft führt in dem Heft die Diskussion weiter, die auf der Jahrestagung des Verbandes im Sommer 2018 begonnen wurde. Zu den Autorinnen und Autoren des Heftes gehören u.a. Prof. Dr. Kim Werner, Prof. Dr. Lothar Winnen, Melanie Jauken und Prof. Dr. Gernot Gehrke. Prof. Dr. Gehrke gehört zum Wissenschatlichen Beirat des degefest e.V. Seine Beiträge im Heft beschäftigen sich mit den Themen Diversität und Personalentwicklung in der MICE-Branche. 

Während „Diversity Management“ ursprünglich der US-amerikanischen Gleichstellungsdiskussion entstammt, hat es sich unterdessen zu einem "betriebswirtschaftlichen Instrument weiterentwickelt, das nicht mehr allein ethischen Forderungen und moralischer Verantwortung entspringt, sondern ebenso durch ökonomische Überlegungen Begründung findet" (Süß, Klein 2006: 1). Gehrke beschreibt mögliche Entwicklungslinien für die MICE-Branche.

Welcher Personalentwicklungsbedarf sich aus den derzeit viel diskutierten Trends im Einzelnen mit Blick auf Knowledge, Skills und Attitudes ableiteten, muss jedes Unternehmen selbst bestimmen, indem es im Rahmen einer Analyse der eigenen Personalressourcen feststellt, was tatsächlich gekannt und gekonnt wird und mit welchen Einstellungen an der Umsetzung gearbeitet wird. In seinem Beitrag gibt Gehrke Beispiele für die relevanten Trends und zeigt Handlungsmöglichkeiten auf.

Digitale Transformation in der MICE Branche

Das Buch "Digitale Transformation in der MICE-Branche" präsentiert eine Sammlung von Beiträgen - von der Praxis und für die Praxis -, die Professor Stefan Luppold als Herausgeber zusammengestellt hat. In dem Band sind Beiträge vereint, die die Autorinnen und Autoren bei der Summer University, einem Symposium des Studiengangs BWL-Messe-, Kongress- und Eventmanagement an der DHBW Ravensburg, vorgetragen und mit den Teilnehmern diskutiert haben. Der Band ist damit kein klassisches Fachbuch. Vielmehr sollen die Beiträge der Branchenexperten zum Thema Digitale Transformation anregen, inspirieren und den Blick schärfen für die unterschiedlichen Aspekte. Bei der Summer University des Studiengangs werden regelmäßig aktuelle Themen der Branche diskutiert. Zu den Autoren zählt auch Professor Dr. Gernot Gehrke, der Ergebnisse seiner Forschungsprojekte beisteuert und über Human Ressource-Herausforderungen für die MICE-Branche schreibt.