USE–LESS Ausstellung im Textilwerk Bocholt - Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung

19.03.2021 - 26.09.2021
10:00 Uhr - 18:00 Uhr

Mode ohne Abfall – Wie entsteht nachhaltige Mode? Das LWL-Industriemuseum geht dieser Frage in seiner neuen Ausstellung „USE–LESS. Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung“ nach. In der interaktiven Ausstellung im Textilwerk Bocholt lässt sich die Entstehung von ressourcenschonender Mode entlang des textilen Kreislaufs erleben. Hier treffen auf einzigartige Weise Entwürfe von Modedesigner*innen der Hochschule Hannover auf Fragen nach Produktionsbedingungen und Konsumverhalten.

Veranstal­tungs­ort

LWL-Industriemuseum Textilwerk Bocholt | Spinnerei

Industriestraße 5
46395 Bocholt
Besuch: Zeitfenster reservieren

Foto von Kai Nolda
Wie entsteht nachhaltige Mode? Diese Frage beantwortet die Ausstellung „USE–LESS“.

Mode ohne Abfall – Wie entsteht nachhaltige Mode? Das LWL-Industriemuseum geht dieser Frage in seiner neuen Ausstellung „USE–LESS. Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung“ nach. In der interaktiven Ausstellung im Textilwerk Bocholt lässt sich die Entstehung von ressourcenschonender Mode entlang des textilen Kreislaufs erleben. Hier treffen auf einzigartige Weise Entwürfe von Modedesigner*innen der Hochschule Hannover auf Fragen nach Produktionsbedingungen und Konsumverhalten.

Egal ob Jeans, T-Shirts oder Nylonstrümpfe – Kleider entstehen in komplexen Produktionsabläufen mit Folgen für Menschen und Umwelt. Die Ausstellung USE–LESS stellt die Ergebnisse der Slow Fashion-Forschung der Hochschule Hannover vor. Die Designprojekte machen deutlich, wie Mode langlebig, ressourcensparend und schön gestaltet werden kann. „Beim Entwurf von Kleidung muss das Ende oder die Wiederverwertung der genutzten Textilien mitgedacht werden“, führt die leitende Kuratorin Prof.in Martina Glomb von der Hochschule Hannover aus. „Wir können uns nicht mehr leisten, Mode zu entwickeln, die in der Tonne landet. Gute Kleidung nach Slow-Fashion-Kriterien kann die Umwelt sogar positiv beeinflussen.“

Gleichzeitig fragt die Ausstellung, was Nutzer: innen durch ihre Art des Konsums verändern können. Nicht nur Verzicht, sondern auch Transparenz und Teilhabe sind wichtig, um Mode nachhaltig zu gestalten. Dabei spielen Umweltschutz und faire Arbeitsbedingungen eine ebenso große Rolle wie Material, Kreativität und Ästhetik.

Die Wanderausstellung zum Thema Slow Fashion wurde nach ihren ersten beiden Stationen im Hafenmuseum Speicher XI in Bremen und der KlimaArena Sinsheim, für ihren Stopp in Bocholt um viele Highlights und Features erweitert und ergänzt.Um das gesamte Potential des Museumsstandortes zu nutzen wurde für USE–LESS in Bocholt ein 23 Meter langer Laufsteg hinter Glas geschaffen. Modedesignstudierende der Hochschule Hannover stellen hier ihre Kreationen aus, die modernes Design und historisches Handwerk mühelos verbinden. Hierzu haben sie traditionelles Grubentuch, das im Bocholter Museum auf historischen Webstühlen speziell im Ausstellungsdesign produziert wurde, mit Arbeitstechniken aus Zero Waste und Upcycling vereint. Für ihre Station in Bocholt wurde USE–LESS zudem durch einen ganz besonderen Audioguide ergänzt, der über das eigene Smartphone in der Ausstellung und über museum.de im heimischen Wohnzimmer abgerufen werden kann. Aus vier sehr unterschiedliche Perspektiven – von Nerd bis zum Rentner – kann die Ausstellung in aufwendigen produzierten Hörspielsequenzen mit Hintergrundinfos, Gespräche und Atmosphären erlebt werden. Diese ungewöhnliche Klangkulisse wurde von Studierenden des Fachbereichs „Design, Lehrgebiet Ton- und Klanggestaltung“ der FH Dortmund, unter der Leitung von Prof. Jörg Lensing, entwickelt und produziert.

„Für eine Museum, dass sich als Forum für gesellschaftliche Debatten versteht, ist USE–LESS ein Glücksfall“, erläutert Martin Schmidt, wissenschaftlicher Referent für Textil „Mit der Ausstellung wollen wir in den Dialog mit unseren Besucher*innen über eine zentrale Industrie, Konsum und nachhaltige Entwicklung treten. Wir sind gespannt, wie unser Publikum auf diese fruchtbare Zusammenarbeit zwischen Hochschulen und Museen reagiert und freuen uns auf viele Reaktionen!“   

Die Wanderausstellung zum Thema Slow Fashion ist als Kooperationsprojekt der Hochschule Hannover, Studiengang Modedesign in Kooperation mit dem Hafenmuseum Speicher XI und MAKE SMTHNG von Greenpeace entstanden. Konzipiert und gestaltet wurde die Ausstellung vom Studiengang „Modedesign“ an der Hochschule Hannover unter der Leitung von Prof.in Martina Glomb. Prof. Lensing, FH Dortmund sorgte mit seinen Studierenden für die Erweiterung durch einen Audioguide.

USE–LESS
Slow Fashion gegen Verschwendung und hässliche Kleidung

19.3.–26.9.2021

LWL-Industriemuseum Textilwerk Bocholt | Spinnerei
Industriestraße 5, 46395 Bocholt

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