VGH Fotopreis 2019 in der GAF

04.12.2019 - 12.01.2020
19:00 Uhr - 18:00 Uhr

Der VGH Fotopreis 2019 geht an Jan Richard Heinicke (28) für seine Arbeit „Melting Point“, die sich mit den Folgen des Klimawandels beschäftigt. Mit der Verleihung des Preises ist eine Ausstellung der Preisträgerarbeit sowie der Arbeiten von fünf Finalist*innen in der GAF verbunden. Die Ausstellungseröffnung und Preisverleihung finden am Mittwoch, 4. Dezember, um 19 Uhr in den Räumen der GAF statt. Als Gewinner des VGH Fotopreises erhält Jan Richard Heinicke ein Preisgeld in Höhe von 10.000 Euro.

Veranstal­tungs­ort

Galerie für Fotografie Hannover (GAF)

Seilerstraße 15d
30171 Hannover

Webseite der GAF

Noch nie war die Ausdehnung des arktischen Meeres im Monat Juni so gering wie 2019. Keine Region der Erde heizt sich schneller auf, als die Arktis. Die Erwärmung beträgt hier das Doppelte, stellenweise das Vierfache des globalen Mittels. Neben dem schwindenden Meereis sorgen sich Klimaforscher vor allem um den grönländischen Eispanzer. In den vergangenen 20 Jahren hat sich der Eisverlust auf Grönland vervierfacht. Für seine Arbeit „Melting Point“ hat Jan Richard Heinicke, der im 9. Semester Fotojournalismus und Dokumentarfotografie an der Hochschule Hannover (HsH) studiert, ein Team von Meeresforschern auf ihrer Expedition entlang der Ostküste Grönlands begleitet und brilliert mit einer modernen und innovativen Herangehensweise, der es gelingt, ein zentrales Thema unserer Zeit poetisch und zugleich zutiefst journalistisch einzufangen. 

Eine lobende Erwähnung für ihre Arbeiten erhielten als Finalist*innen 

Andy Happel “China Youth”

Nanna Heitmann “Hiding from Baba Yaga”

Jana Mai „Die Nachfahren der Wölfe“

Ole Spata „Artefakte einer Teilung“

Stefanie Silber „Das ewige Nesthäkchen“.

Insgesamt hatten sich 36 Studierende mit unterschiedlichen Themen und Erzählstilen um den Preis beworben. 

„Wir freuen uns sehr über das langjährige Engagement der VGH für unseren Studiengang, das uns die Möglichkeit gibt, die hervorragende Arbeit unserer Studierenden über die Grenzen der Hochschule hinaus publik zu machen und finanziell zu fördern“, sagt Prof. Dr. Karen Fromm, Professorin des Studiengangs und Koordinatorin des VGH Fotopreises.

Der Fachjury, die über die Vergabe des VGH Fotopreises entscheidet, bestand in diesem Jahr aus Thorsten Gerke, Bildredaktion des SPIEGEL; Lars Lindemann, Fotochef von GEO; Amelie Schneider, Leiterin der Bildredaktion DIE ZEIT; Barbara Stauss, Bildredaktion mare und Reporter ohne Grenzen; Michael Thomas, Cheffotograf der Hannoverschen Allgemeinen Zeitung; Andreas Trampe, Leiter der Bildredaktion des STERN und Alexandra Bartsch als Vertreterin der VGH. 

„Das Niveau der diesjährigen Einreichungen zum VGH-Preis war erfreulich hoch. Zum Ende der Jurysitzung galt es aus noch sechs nahezu perfekten Arbeiten, den Gewinner zu ermitteln – keine leichte Aufgabe. Jan Richard Heinickes Wissenschaftsreportage ›Melting Point‹ setzte sich aufgrund der sowohl journalistisch als auch künstlerisch sehr hohen Qualität und des gelungenen Zusammenwirkens von Porträts, Stillleben und Sense of Place-Motiven durch“, so Lars Lindemann, Fotochef von GEO.

Der VGH-Fotopreis ist mit 10.000 Euro bundesweit eine der höchstdotierten Auszeichnungen im Bereich Fotografie.Seit 2008 wird er ausschließlich unter den Studierenden des Studiengangs Fotojournalismus und Dokumentarfotografie der Hochschule Hannover (HsH) vergeben. Mit ihrer exklusiven Förderung unterstützt die VGH den international renommierten Studiengang, der über einen deutschlandweit einmaligen Schwerpunkt im Bereich des Fotojournalismus und der Dokumentarfotografie verfügt. Neben der Vermittlung klassischer, bildjournalistischer Bildsprachen richtet sich der Fokus des Studiengangs auf aktuelle Perspektiven des Dokumentarischen und eine zukünftige Praxis bildjournalistischer Visualisierungen.

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