Chicago – My kind of town
von Wright über Mies bis Gehry ...
von Shops und Museen ...
von Jazz bis Blues ...
vom Park zum See ...
"So kündigten wir die diesjährige Architekturexkursion nach Chicago vom 30.9. – 10.10.2008 an. Diesen Mix aus Architektur, Kultur und Stadt erlebten zwanzig Studierende der Fakultät III – MID (Studiengang Innenarchitektur). Nachdem Susanne und Prof. Bernd Kreykenbohm die Studienreise bereits im Sommer privat vorbereitet und getestet hatten, begleiteten sie die Gruppe nun zusammen mit dem Kollegen Prof. Bernhard Garbert von der Bildenden Kunst. Zehn Tage für eine Stadt wie Chicago mit 8 Millionen Einwohnern (inkl. Umland) klingt erst einmal nach wenig – aber „less is more“. Gleich am Ankunftstag ging es in der Dämmerung auf den John Hancock Tower. Bei herrlicher Sicht (s. Bild 1) konnten sich alle einen ersten Überblick von der flächigen Stadt am Michigansee mit ihren Wolkenkratzern im Zentrum verschaffen. In den nächsten Tagen folgte ein interessantes Programm, das mit den „Chicago-Highlights“ per Bus begann. Ein besonderes architektonisches Highlight ist das Campus Center des niederländischen Architekten Rem Koolhaas (s. Foto 2) im Herzen des Campus vom Illinois Institute of Technology (IIT). Beim Besuch des IIT und der Führung konnte der Kontakt vom Sommer vertieft werden mit dem Ziel, eine Kooperation zwischen den Hochschulen aufzubauen. Bei herrlichem Wetter lernten die Studierenden die Bauten von Mies v. d. Rohe, Murphy/Jahn und Rem Koolhaas kennen. Ein weiterer Höhepunkt war der Milleniumpark mit der Freilichtbühne von Frank O. Gehry sowie den beiden Kunstwerken – dem Cloud Gate (s. Bilder 3 und 4) von Anish Kapoor und dem Brunnen von Jaume Plensa. Nach dem Besuch von Frank Lloyd Wrights frühen Villen im herrschaftlichen Vorort Oak Park (s. Foto 5) folgten Besuche in den führenden Architekturbüros der USA im Büro Skidmore, Owings und Merril (SOM) und im Büro von Helmut Jahn. Ein besonderer Dank gilt an dieser Stelle dem freundlichen Empfang und den Führungen durch die Projektleiter. Als drittgrößte Stadt der USA ist Chicago mit seinen zahlreichen Museen die Kulturmetropole im ländlich geprägten Mittelwesten. Wir besuchten u.a. das Museum of Contemporary Art und das Art Institute, das zur Zeit mit einem Anbau von Renzo Piano erweitert wird. Wo Künstler und die Szene sind, konnte man im trendigen Viertel Wicker Park/Bucktown studieren. Hier kam auch die Innenarchitektur nicht zu kurz mit Shops, Restaurants und Bars. Hotels wie das „James“ und das „Hard Rock Hotel“ ergänzten das Thema. Den normalen Alltag und die Ausdehnung der Stadt erfuhren wir auf der ca. 100 km langen Zugstrecke zu einer Outlet-Mall am Stadtrand. Schließlich rundete „Chicago vom Wasser“ das Exkursionsprogramm ab, einmal auf dem Fluss mit dem Wassertaxi und am letzten Abend auf dem Michigansee mit dem Segelschiff (s. Foto 6). Am Ende konnte jeder für sich sagen, „Chicago - my kind of town...“ .
Susanne und Bernd Kreykenbohm
| Suzanne Koechert | 20.01.2010 |






