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Hannover, 15.03.2017
Nummer 22 / 2017

Was ist heute eine attraktive Tageszeitung? Eine HsH-Studie gibt Antworten

© Arne Gutknecht
Was ist heute eine attraktive Tageszeitung? Ein Kooperationsprojekt des Studiengangs Journalistik, der Initiative junge Leser GmbH, der Braunschweiger Zeitung und der Neuen Osnabrücker Zeitung hat Antworten auf diese Frage bei jungen Tageszeitungslesern gesucht.

Unter der Leitung von Prof. Stefan Heijnk führten Journalistik-Studierende im vergangenen Wintersemester in Osnabrück, Salzgitter und Hannover mehrere Fokusgruppengespräche mit 32 Lesern im Alter zwischen 25 und 35 Jahren durch und werteten schließlich die umfangreichen Gesprächsprotokolle aus. 

Die Ergebnisse sehen so aus: Eine Lokal- beziehungsweise Regionalzeitung ist für 25- bis 35-Jährige dann attraktiv, wenn sie vorrangig über das örtliche und regionale Geschehen berichtet, gründlich recherchiert ist und handwerklich seriös auftritt. Inhaltlich wünschen sich Jungleser einen lösungsorientierten Journalismus. Die tägliche Papierversion wird nicht als unzeitgemäß bewertet, auch wenn sie gegenüber Digitalangeboten funktional in einigen Aspekten im Nachteil ist.

Die Befragten interessieren sich für lokale und regionale Themen, betonten aber, dass sie damit keine Nachrichten aus den Vereinen meinen, sondern die gründlich recherchierten Artikel, die ihre persönliche Nahwelt berühren und Orientierung bieten – und zwar ansprechend gestaltet für die Digital- und die Papierversion. Überregionale Themen braucht es aus Junglesersicht in der Regionalzeitung eher nicht, denn darüber informieren andere Medien aus ihrer Sicht einfach kompetenter beziehungsweise schneller, vor allem Wochenzeitungen und politische TV-Sendungen.

Eine besonders wichtige Rolle spielt für die junge Leserschaft die inhaltliche Seriosität – auch online. Boulevardiges wird zwar nicht abgelehnt, darf im Blatt und auf der Website aber nicht an herausgehobener Position publiziert werden. Auch zur Mischung der unterschiedlichen, digitalen Ausspielkanäle von Regionalzeitungen haben die Jungleser eine klare Meinung: Ob Papierversion, Newsletter, App oder Website – sie alle müssen wechselseitig sinnvoll aufeinander verweisen und fortlaufend zielgruppengerecht aktualisiert werden.

Fokusgruppenstudien liefern aufgrund der relativ kleinen Stichprobenbasis zwar keine repräsentativen Ergebnisse, aus ihnen können jedoch verallgemeinerbare Trends und Muster abgeleitet werden.

Hier lesen Sie die detaillierten Ergebnisse der Studie.



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Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fakultät III 15.03.2017  
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