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Produktdesigner kochen Caffé Tedesco in Mailand

vom 04.04.2017, 10:00 Uhr bis 09.04.2017, 18:00 Uhr

© R. Wiesinger
Vom 4. bis zum 9. April preisen Produktdesign-Studierende auf der größten internationalen Möbelmesse Salone del Mobile in Mailand den Caffè tedesco, den sogenannten deutschen Kaffee, an. Eigens dafür entwickelten sie eine begehbare Installation - eine Kaffeebar, in der man sich im radikal minimalen Rahmen kritisch mit der gängigen Gestaltungspraxis auseinandersetzen kann.

Detaillierte Informationen

Italien ist das Mekka für jeden Kaffeeliebhaber. Mit viel Leidenschaft zelebriert man dort die Kaffeezubereitung und genießt das Ergebnis zu jeder Tageszeit. Espresso, Cappuccino, Latte macchiato – die Liste der italienischen Kaffeespezialitäten ist lang. Aber nur eine Art der Kaffeezubereitung findet man nicht drin: den Caffè tedesco, den sogenannten deutschen Kaffee, den man hierzulande als Filterkaffee kennt.

Vom 4. bis zum 9. April preisen Produktdesign-Studierende der Hochschule Hannover auf der größten internationalen Möbelmesse Salone del Mobile in Mailand den Caffè tedesco an. Eigens dafür entwickelten sie eine begehbare Installation, eine Kaffeebar, in der die Besucher das deutsche Lieblingsgetränk serviert bekommen und sich gleichzeitig kritisch mit gängiger Gestaltungspraxis auseinandersetzen können. Die traditionsreiche Kaffeerösterei aus Hannover „Machwitz Kaffee“ gibt den angehenden Produktdesignern 100 Kilogramm Extraklasse-Kaffee mit, damit die Messebesucher den echten Geschmack von Caffé tedesco probieren können.

In der Bar regnet es Kaffee: Saskia Seidels Installation verschwendet großzügig das Heißgetränk, einige Tropfen landen dennoch in den Pappbechern der Besucher. An der Kaffeebar von Mauro Bramma sind 250 Kaffeesorten im Überangebot. Spontan verändert der Barista den bestellten Kaffee farblich und produziert so scheinbar unendliche Kaffeevariationen – individuell oder beliebig? Katja Helmins Zuckerlöffel zerfällt unmittelbar bei Gebrauch und legt den eigentlichen Kernnutzen des Produkts frei. Eine Kritik an der Übergestaltung von Produkten? Suyeon Lee spitzt die Frage bis zur Abstraktion zu, wie weit ein Produkt reduziert werden kann: Statt aus einer Tasse trinkt der Gast seinen Kaffee aus den Händen des Baristas 

"Bei unseren Designprozessen stehen die Bedürfnisse der Menschen im Mittelpunkt", erklärt Prof. Patrick Frey, der auch Projektleiter ist. "Die Prüfung der Obsoleszens von Produkten und das Überdenken der Entwürfe schärfen unser Verständnis ihrer tatsächlichen Nutzung.“

Salone del Mobile in Mailand findet jährlich seit 1961 statt. Sie gilt als die wichtigste Möbelmesse weltweit: 2016 kamen zum Salone del Mobile 2.400 Aussteller und knapp 400.000 Besucher nach Mailand. 


Foto: Ricardo Wiesinger
Foto: Ricardo Wiesinger
Foto: Ricardo Wiesinger
Foto: Ricardo Wiesinger
Foto: Ricardo Wiesinger
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Öffentlichkeitsarbeit und Marketing 06.04.2017  
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