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Galerie für Fotografie – neue „Welt der Bilder“

am 06.03.2014

© Martin Smolka
»Wir wechseln von einer Welt der Wörter in eine Welt der Bilder. Deshalb müssen Fotografen ihre wachsende Rolle als Vermittler und Geschichtenerzähler erkennen.« Diesen Gedanken äußerte Paul Hosefros, ehemaliger Cheffotograf und Bildchef der New York Times. Dem fühlt sich die Galerie für Fotografie (GAF) in der Blauen Halle der Eisfabrik verpflichtet, die am 6. März 2014 um 19.00 Uhr ihre Tore für Besucher öffnet.

Detaillierte Informationen

Die GAF steht für die erzählende Fotografie. Eine Fotografie, die sich kritisch mit der Gesellschaft auseinandersetzt – mit ihren Menschen und deren Lebensumständen. Die den Besucher an Orte führt, die sich häufig außerhalb unserer Wahrnehmung befinden – vor der Haustür oder am anderen Ende der Welt. Dokumentiert von Fotografen, deren Bestreben es ist, Geschichten zu erzählen, das Leben in all seinen Tiefen und Untiefen zu zeigen und zum Lachen zu verführen, zum Weinen, Staunen oder Nachdenken. Und zum Anteilnehmen.

Die GAF wird Klassiker der Fotografie ebenso zeigen wie bedeutende zeitgenössische Fotografen und junge Talente. Dabei liegt das Augenmerk auf der Förderung des fotografischen Nachwuchses. Neben den Ausstellungen veranstaltet die GAF auch Werkstattgespräche mit Fotografen, Book-Signings, Vorträge, Workshops und Podiumsdiskussionen zu Fragen der Fotografie. »Mit der neuen Galerie haben wir einen Ausstellungsort geschaffen, der den Vergleich mit internationalen Fotogalerien nicht zu scheuen braucht und nicht nur eine Bereicherung der hannoverschen Kulturszene darstellt«, so Rolf Nobel.

Der Träger der GAF ist der Verein zur Förderung der Fotografie in Hannover e.V., der gemeinsam mit der Hochschule Hannover und der FotografInnen-Vereinigung FREELENS auch das Lumix Festival für jungen Fotojournalismus organisieren wird. Zum Vorstand gehören: Rolf Nobel, 1. Vorsitzender, Prof. Dr. Rolf Hüper, 2. Vorsitzender, und Petar Beres, Kassenwart. Geschäftsführerin ist Isabel Winarsch.

In der alten Eisfabrik in der hannoverschen Südstadt wurde bis Mitte der 60er Jahre Blockeis hergestellt, u.a. zum Kühlen von Bier. Heute ist der Gebäudekomplex ein bekanntes Zentrum für Tanz, Theater und Kunst. Der Entwurf für die Umgestaltung der Räume in der Blauen Halle stammt von dem Hannoveraner Bernd Rokahr. Die Arbeit an der Galerie war für den leidenschaftlich am Fotojournalismus interessierten Architekturprofessor eine Herzensangelegenheit. „Meine Inspirationsquellen waren der Raum an sich und der Ort. Die Authentizität des Gebäudes und des Raums standen für mich im Vordergrund, deshalb wird nichts verdeckt oder kaschiert, alles ist klar und eindeutig. Der Raum erzählt dem Besucher vollkommen unaufdringlich seine Geschichte – genauso wie ich mir die Fotografie zukünftiger Ausstellungen vorstelle“, so Rokahr. Die etwa 260 Quadratmeter große Galerie bietet Platz für bis zu 120 Bilder, abhängig von den Formaten. Professionelles Licht der Firma Zumthobel beleuchtet die sieben Meter hohen weißen Wände und die Holztafeln, die optisch ein graues Band und somit einen klaren horizontalen Präsentationshorizont bilden. Diese besondere Raumdynamik bietet jeder zukünftigen Ausstellung viel Freiraum.

Förderer der GAF sind die Stiftung Niedersachsen, die Sparkasse-HannoverStiftung, die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die NORD/LB Kulturstiftung.

Die Eröffnung der GAF geht einher mit der Vernissage der Ausstellung »Archideologie« des Fotografen Tomek Mzyk, Gewinner des ersten bundesweit ausgeschriebenen Stipendiums »Hannover Shots« der HannoverStiftung. Seine Ausstellung stellt zwei in den letzten Monaten entstandene Fotoserien über Aspekte der Ideologie-geprägten Architektur der 60er und 70er Jahre vor. Für die Serie „Archideologie“ fotografierte Mzyk die Außenhüllen von Gebäuden in Schwarz-Weiß. Details und Ausschnitte vermitteln die Formenvielfalt, aber auch die beinahe monolithische Kompaktheit der Bauten in ihrer Umgebung. Die Farbserie „Auditorium“ dokumentiert menschenleere Hörsäle. Mzyk hält die Spuren der Studierenden, die sich über Jahrzehnte des Gebrauchs auf Wänden und Tischen eingeschrieben haben, fest. In diesen Fotografien spürt er die Reibungsflächen zwischen Mensch und Architektur auf. Der 1970 in Bytom (Polen) geborene Tomek Mzyk studierte Visuelle Kommunikation mit Schwerpunkt Fotografie an der Fachhochschule Bielefeld. Er erhielt mehrere Stipendien u.a. der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung und des DAAD. Seit 2002 lebt und arbeitet er in Hannover.


Hinweise zur Teilnahme

Öffnungszeiten der GAF sind Mittwoch bis Sonntag von 12.00 bis 18.00 Uhr, Dienstag von 12.00 bis 20.00 Uhr. Der Eintritt ist frei.



Kontakt

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Prof. Rolf Nobel
Expo Plaza 2
30539  Hannover

Raum: C.4.13
Tel.: +49 511 9296-2345
E-Mail: rolf.nobelat-zeichenhs-hannover.de

Veranstaltungsadresse

Verein zur Förderung der Fotografie in Hannover e.V.
Seilerstraße 15d, Eisfabrik
30171 Hannover


Presse- und Öffentlichkeitsarbeit Fakultät III 25.02.2014  
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